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Im Doppelpack noch besser – Paul Craig und John Allen

Am letzten Donnerstag gaben sich gleich zwei stimmgewaltige Singer-Songwriter in der Kieler Schaubude die Ehre.

Mit Paul Craig als Sideman seiner Tour hat John Allen sicher keine schlechte Wahl getroffen. Der Engländer aus London bezaubert nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seiner leicht tapsigen und amüsanten Art und man ist fast ein wenig traurig, als er nach einer knappen Dreiviertelstunde den Staffelstab an den Hauptamt des Abends, John Allen, übergibt.

Dieser ist solo ohne Band unterwegs und testet neben Songs, mit der er bereits bei seinem letzten Gig in der Schaubude reichlich Freunde gefunden hat, die Songs seines demnächst auf den Markt kommenden Albums.

Und was soll ich sagen? Der Auftritt rollt und die Songs gefallen mir einer wie der andere. Wobei auch hier die Zwischenmoderationen und das lebhafte Geflachse mit dem Publikum so richtig herrlich ist. Schon das gibt einem bei diesem Konzert ein gutes Gefühl aber auch Songs wie „The rain won´t change a thing“, in denen der Wahlhamburger seine Vergangenheit verpackt, verdammte erste Liebe und so …, fließen. Auch das Weiterspinnen des Tom Petty Klassikers Mary Jane´s last Dance „Ghoasts“ berührt.

Alles in allem mal wieder einer der Abende, an denen man nach der vierten Zugabe, während derer John und bei einem der Songs Paul noch dazu sich ins Publikum stellen und stimmgewaltig ohne Mikro die Bude zum Beben bringen, glücklich und voller Musik nach Hause geht.

 

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Veranstaltungen im September

Hallo Ihr Lieben, die Sommerpause ist vorbei und nun geht es wieder richtig rund. Die Festivalsaison liegt in den letzten Wehen und die Inhouse-Konzertsaison geht wieder los.

Hier also meine Tipps für den September. Ich hoffe, Ihr habt Euch gut ausgeruht im Sommer, denn nun geht es wieder rund mit Konzerten an den üblichen Locations – und vielleicht noch einer oder anderen mehr.

 

1.9. Los geht es im September in der Schaubude mit John Allen. Seine musikalische Heimat siedelt Allen “irgendwo zwischen klassischem Singer-Songwriter, Folk, Country, Punk und Americana” an. Als bedeutendste Einflüsse auf seinem Weg benennt er Größen wie Bob Dylan, Bruce Springsteen und Tom Waits.

2.-4. 9.  findet auf dem Hamburger Rathausmarkt das 29. Rockspektakel statt. Dabei sind
CALIBAN, LE FLY, DER FALL BÖSE, SONDASCHULE, ELJOT QUENT, VITJA und viele mehr!

3.9. 10 Jahre Sonne, Hubraum und mehr in Eckernförde – der perfekte Ausklang für den Sommer, denn das Wetter soll ja noch einmal so richtig aufdrehen mit tropischen Temperaturen. Blitzender Chrom, tolle Typen und Musik. Das wird schick.

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3.9. Das Hansa 48 feiert mit dem Local Hero*ines Festival den Start in die Herbstsaison. MOOD CHANGE – PunkIndieGaragePost-Something
Rainer Heartbeat – Zersteigern und Verstören
SEXTO SOL – LatinSkaPunkReggae

AftershowParty:
Faye Decay und J Pfeffer – RiotGrrrlPopPunk
Toni Dræk – 80sPunkWave
Lvio und Norman Hemley – Hip-Hop und Soul

8.9. Start der Clubkonzerte im Club 68 in der Ringstraße. Im zweiwöchentlichen Rhythmus geben sich lokale Größen insbesondere des Blues die Klinke in die Hand. Los gehts mit Dotty Deblitz und Kalle Reuter.

8.9. Das Local Heroes Landesfinale in Neumünster bringt unter für mehrere Kieler Bands die Entscheidung, wer um den Bundessieg mitsingen darf. Also fest die Daumen drücken für Herr Nüchterne und Sergeant Dystopia. Oder für eine der anderen geilen Bands 🙂

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9.9. ist so ein besonderes Datum für mich. Brausebrand Vol. 2 findet im MAX statt und ich bin schon ziemlich aufgeregt, ob die Veranstaltung das Publikum wieder derma
ßen begeistern kann wie beim letzten Mal. Diesmal gibt es die volle Tolle Rockabilly und ich freu mich wie Bolle drauf.

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10.9. Rade rockt – auch hier wird noch einmal outdoor bei hoffentlich tollem Wetter direkt am Kanal Musik zelebriert, dabei sind Beat Club, Soul Factory und Quo Vadis.

16.9. Kiels Singer-Songwriter Night im Mc Lange bietet Kieler Singer-Songwritern eine Plattform, sich egal welcher Stilrichtung sie angehören, sich auf der Open Stage auszuprobieren.

16.9. Am Todestag von Johnny Cash gibt es in der Schaubude eine Memorial Konzert..

21.-24.9. Reeperbahn-Festival – das wird megafett. 400 Konzerte in 70 Locations. Ich werde bestimmt den einen oder anderen Tag dort aufschlagen und mir einige der Newcomer ansehen.

30.9. Der krönende Abschluss des Monats wird von WellBad in der Räucherei geboten. Bluesrock vom Feinsten mit der Hamburger Band aus dem Dunstkreis der Hamburg School of Music.

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Ab zum Festival – was muss mit?

Sommerzeit – Festivalzeit.

Aus gegebenem Anlass (jaaaa, morgen geht es los nach Wacken, ik freu mia) und mit der Erfahrung von vier gewesenen Festivals in diesem Sommer bzw. dem, was sich so Sommer nennt, hier ein paar sicher brauchbare Tipps für Euch, um auch bei mieser Witterung gut über die Runden zu kommen.

Die Packliste

Ich unterteile sie mal in verschiedene Kategorien, um es etwas übersichtlicher zu gestalten:

Klamotten und Schuhe

Gummistiefel, Boots, Chucks, FlipFlops

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Regendichte Jacke

Poncho (zum drauf setzen oder falls die Jacke doch nicht dicht ist)

Schlüppi für jeden Tag plus 1 (für die Ladies – Slipeinlagen minimieren die Menge :-))

warmer Pulli/Kapuzenshirt

T-Shirt und Socken wie Abwesenheitstage

Rund um die Küche

Geschirrtuch

Küchenrolle / feuchte Tücher

Gasherd im Koffer (Betrieb mit Dosengas)

Topf (am besten einen für alles vom Wasser für Kaffeekochen bis zur Dosensuppe)

Einweggrill

Metallbecher (hält Wärme und Hitze gleichermaßen)

Kaffeefilter, Filtertüten, Thermoskanne, Kaffee (und wenn ihr selbst keinen trinkt, findet ihr damit die besten Freunde)

Grillfleisch, Suppen und Dosenbier

 

Sonstiges

Zelt / Womo – letztes Jahr auf Wacken haben wir uns glücklich wie nie geschätzt, einvkleines, wenn auch altes WoMo zu haben … Es war zum Zelten einfach zu nass. Da ist es schon gut, zur Not auch im Auto schlafen zu können, wenn man „nur“ mit Zelt unterwegs ist.

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Schlafsack

selbstaufblasende Isomatte

Handfeger, Hammer für die Heringe

Klappstuhl, Klapptisch – so kann man nicht nur essen sondern auch mal andere Dinge erledigen

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Taschenlampe – nachts ein absolutes Muss vor allem, wenn das Wetter schlecht ist

Duschgel / Shampoo

Zahnbürste / -pasta

2 Handtücher

Toilettenpapier

Desinfektionstücher fürs Dixi

4 Wäscheklammern

Schminke für die Ladies

Sonnenbrille und -creme

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Abschminktücher für die Katzenwäsche zwischendurch – und fürs Abschminken natürlich

ausreichend Tüten zum Verpacken von Schmutzwäsche, nassen Schuhen  u.ä.

Und sonst so?

Na ja, die Liste kann man je nach Umständen natürlich noch beliebig abändern. Wir haben, da wir ja mit unserem kleinen WoMo unterwegs sind, diesmal statt des ganzen Kaffeekochgeschirrs „nur“ die Padmaschine eingepackt. Allerdings sind wir auch auf einem Platz mit Stromanschluss und können damit dann Pack-Platz sparen durch Stromnutzung.

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare und Erfahrungen – und was ihr sonst noch so für lebensnotwendig erachtet.

 

 

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Gumm Prix in Ecktown

Der GUMM PRIX geht in die 4. Runde! Am 10. Juli 2016 startet wieder das verrückte Gummibootrennen aus der Rasmussen-und-die-Brix-Krimiserie. Der GUMM PRIX im Eckernförder Hafen ist für alle, die Spaß an der phantasievollen Verkleidung und am sportlichen Wettkampf auf dem Wasser haben. Wie auch in den letzten Jahren gibt es auch dieses Mal tolle Gewinne. Ihr könnt sowohl mit Schnelligkeit als auch mit fetzigen Kostümen punkten. Schmeißt euch in Schale und absolviert die rund 350 Meter lange Strecke. Ob im Gummiboot, Schwimmreifen, auf der Badeinsel oder mit dem Schwimmtier.

Jahr für Jahr versammeln sich immer mehr Fans des GUMM PRIX am Sonntag der Eckernförder Sprottentage. Der Startschuss für das Rennen fällt um 14.00 Uhr. Die Teams sollten sich ab spätestens 13.00 Uhr an der Bühne an der Hafenspitze einfinden.

Um Punkt 12.00 Uhr startet auf der Bühne an der Hafenspitze das Kulturprogramm. Die Hans-Dylan-Band ist mittlerweile weit über die Grenzen Eckernfördes bekannt. Seit Anfang 2015 touren sie mit der Pop&Poesie-Revue »liederlich kriminell« durch die Lande. Der Soundtrack zu den Rasmussen-und-die-Brix-Krimis hat sich für dieses Programm Verstärkung geholt. Peter Weinholz, bekannt aus Formationen wie Kieler Conga Kollektiv oder der Santana-Cover-Band Carlos, wird an Cajon, Congas und Bongos die Eigenkompositionen des Trios nach vorne treiben. In der musikalischen Wundertüte für diese Stunde nach Zwölf stecken neben den Eigenkompostionen wie »Ecktown« oder »Dahinten ist Meer« auch Klassiker wie »Tainted Love«, das in der deutschen Übersetzung von Neubauer zum »Süssen Gift« wird, und Bowies »Helden«.

Nach der Siegerehrung entern »Waves of Soul« die Bühne. Die Cover-Band war ein im Jahre 1967 aufgehender Stern am Kieler Pop-Himmel, der im Herbst 1969 wieder erlosch. Die Band schlug innerhalb dieser zwei Jahre hohe Wellen, durch zahlreiche Auftritte in Kiel und Umgebung erspielte sie sich einen klangvollen Namen. 1999 gab es dann eine Reunion. Und 2016 steht ein einziges Gründungsmitglied noch am Mikro und gibt die Lead-Vocals, der Rest der Gruppe besteht aus Leuten, die im Gründungsjahr allerhöchstens Schulreife hatten.

»Waves of Soul« ist eine Generationen-Band, die ausgesuchte Rock-, Pop- und Soul-Klassiker interpretiert. Die sieben Wellenreiter standen zu allen möglichen Gelegenheiten auf der Bühne. Sie gaben Königin Sylvia das Geleit und rockten mit Peter Maffay. Diese Band beweist immer wieder, dass sich Souveränität und Spielfreude nicht ausschließen. Bei ihren Auftritten springen die Funken über und Presse wie Publikum fühlen sich von den »Waves of Soul« mitgerissen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Auch in diesem Jahr stellt famila Eckernförde wieder zehn Boote zur Verfügung. Auf das Siegertreppchen kommen die drei Schönsten bis Schrillsten und die drei Schnellsten.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Bühnenprogramm.

Für das Rennen könnt ihr euch anmelden unter: info@neubauerkommunikation.de und postalisch bei: Eckernförde Touristik & Marketing GmbH Stichwort: GUMM-PRIX 2016, Am Exer 1, 24340 Eckernförde. Unter http://www.ostseebad-eckernfoerde.de/sprottentage.html können die Anmeldeformulare heruntergeladen werden.

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Kieler Woche Abgesang

Und da ist er auch schon, mein letzter Artikel von der Kieler Woche in diesem Jahr.

Der Samstag bildete für mich bereits den Kieler-Woche Abschluss, da wir uns privat Sonntag noch mit jeder Menge Umzugskrams herumzuschlagen hatten – wird auch Zeit, da wir morgen bereits für 2 Wochen in Urlaub fahren und ich dann nur das eine oder andere Mal von unterwegs Laut geben werde. Abgelaufen ist er dann Dank der Wetterlage auch völlig anders als geplant, aber jetzt mal von vorn.

Geplant waren am Samstag Filmaufnahmen für den Offenen Kanal für Nightlife – Nightlive! beim Muddi Markt an der Holstenbrücke, wo in dieser Woche viele tolle Konzerte stattgefunden haben. Vielen Dank für diese wundervolle, von der sonstigen kommerziellen Ausrichtung losgelösten Art, die Kieler Woche zu zelebrieren. Das Team der ehrenamtlichen Helfer beim Muddi Markt ist große Klasse und es wäre wunderbar, wenn es den Muddi Markt auch im nächsten Jahr wieder geben würde (dies auch an die Stadt Kiel!)

Leider fielen die geplanten Konzerte aufgrund der Wetterlage aus und ich hatte plötzlich vier Stunden freie Zeit, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. Was macht man da? Na, erstmal Equipment wieder wegbringen und denn erst mal eine Wurst auf dem Internationalen Markt – aber nicht irgendeine, sondern eine Original Chorizo beim Spanier natürlich. Und wie so manchmal eines zum anderen kommt, wir trafen Bekannte, hatten tolle Gespräche und wurden dann zu den Two Blon.de mitgequatscht. Denn natürlich war ich neugierig, als hier von einer musikalischen Institution gesprochen wurde, die ich noch nicht kannte. Und damit bekam „meine“ Kieler Woche dann einen mehr als würdigen Abschluss.

Peter und Sven sind in der Kieler Musikszene ja keine unbeschriebenen Blätter und in den unterschiedlichsten musikalischen Richtungen unterwegs. Wobei,  selbst wenn sie Schlager bringen, alles ein wenig Punk ist. Und Spaß. Und mitsingen.

Egal welche Songs zum Besten gegeben wurden, es war nix dabei, das ich nicht mitsingen konnte und wollte. Hauptsache keiner hat das gefilmt 🙂 Verdammt, doch ich – zumindest ein ganz klein wenig …

Wobei das natürlich schon so ein Stichwort ist … ich hatte vorher viel über die ganz besondere Interpretation Peters von Purple Rain gehört und habe das mal für Euch mutgefilmt. Ist schon eine coole Nummer, wenn in einem Biergarten die Hölle losbricht und man so eine tobende Masse hinter sich hat, ohne auf einem „klassischen“ Konzert zu sein. Sowas ist echt Unterhaltung @ its best, genau wie die Nummer, das Publikum gleich von Anfang an damit zu motivieren, es in meine und deine Hälfte, also die gute und die bessere aufzuteilen (trotzdem gut, dass ich in der besseren war *grins).

Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass sich rund um uns herum alles Hardcore-Fans versammelt hatten, so rein zufällig war wohl fast niemand dort im Biergarten. Selbst unter den Jüngsten fanden sich der eine oder andere Fan, die mit den beiden Muggern auf den Tischen rockten und Luftgitarre spielten. Überhaupt, Tische und Bänke. Die beiden tobten wie die Derwische über Tische und Bänke, knieten, musizierten in Positionen, in denen ich nicht einmal ohne irgendetwas in der Hand das Gleichgewicht hätte halten können und machten dabei einen verhältnismäßig umangestrengten Eindruck.

Nur Bianca hätte ich an diesem Abend nicht heißen mögen … Aber was hinter dieser Geschichte steckt, das wissen nur diejenigen, die auch vor Ort waren.

Nach zwei Stunden waren nicht nur die beiden Musiker fertig, meine Stimme war auch kaum mehr als ein Krächzen und musste dann auf dem Weg nach Hause noch ein letztes Mal mit Rentierblut geölt werden, womit sich dann auch der Kreis zur Kieler Woche schloss.

 

 

 

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Butler bringt Sonne ins Herz

Freitag war ein seltsamer Abend, den die Kieler Band Butler aber zu einem Glanzpunkt verhalf. Ich hatte mich auf zwei Bands sehr gefreut, die ich seit längerem – und vor allem in der aktuellen Besetzung noch nicht gesehen hatte, daher war neben meiner Vorfreude doch so einiges an Skepsis dabei. Und das nicht ganz zu unrecht, in Teilen war ich doch ziemlich enttäuscht.

Jupiter Jones

Aber bei Jupiter Jones zeigt sich, dass die Band zumindest bei den neuen Songs einen Weg geht, der ihrer neuen Bandkonstellation auch wirklich entspricht und die Qualitäten des neuen Sängers auch unterstützt. Ihr Sound hat nicht mehr den gleichen Wumms, den er mit Nikolas Müller hatte sondern ist deutlich mainstreamiger und poppiger. Seine deutlich frischere Note bewegt vor allem das jüngere Publikum. Gerade auch die neu vorgestellte Auskopplung Rückenwind/Gegenwind ist schon sehr cool und kommt musikalisch mit großem Besteck daher – wie übrigens auch die Show mit bis zu neun (wenn ich richtig gezählt habe) Musikern auf der Bühne. Nur eins sollte eine von Deutschlands erfolgreichsten Bands zukünftig lassen – die alten Songs zu spielen. Sven Lauer ist ein echt guter Sänger und Entertainer auf der Bühne, aber ihm fehlt einfach die Gänsehaut erzeugende Tiefe in seinem Gesang, der ein riesiges Maß an Gefühl transportierte (und dies inzwischen auch mit seiner neuen Band „von Brücken“ wieder tut). Trotzdem Daumen hoch für die „neuen“ Jupiter Jones!

Butler

Und dann war da noch ein Auftritt in der Showbox, den ich dann so richtig gefeiert habe. Als wir ankamen, war die Bude schon richtig voll und es war kaum ein Durchkommen vorn zur Bühne, um noch das eine oder andere Foto zu knipsen. Vielen Dank daher an die Musico und insbesondere deren Fotografen, dass ich die Bilder nutzen darf.

Butler sind zurück – ihr erster Auftritt nach einer längeren Pause, die einem Auslandsaufenthalt eines Bandenmitglieds geschuldet war, sind sie wieder da – und das besser als je zuvor. Der ganz spezielle Sound aus Raggaeeinflüssen, Indie mit einem Spritzer (aber auch nur einen) rockiger Note und irre viel guter Laune macht dann auch sofort selbige und selbst ich fühlte mich genötigt, zu tanzen.

Die fünf Kieler lieferten ein hammermässiges Gesamtpaket ab, irgendwo zwischen nette Jungs und coole Typen, Schlagzeug und Bass lieferten den Rahmen für das spielerische Können der anderen Instrumente und des Gesangs. Alles in allem hat mich die Band mit diesem Live-Auftritt noch wesentlich mehr überzeugt als es jede CD könnte.

Richtig umgehauen hat mich der Moment, als Schlagzeuger Malte von ans Mikro kam und sang, das war ganz großes Kino, denn auch wenn er ein guter Drummer ist, ist er ein noch besserer Sänger – und das hatte ich nicht so erwartet. Coole Range, toller Ausdruck und so eine Leichtigkeit, das war ein Spaß. Hier mal ein kleiner Einblick. Das ist sicher auch noch ausbaufähig, denn gerade ein Zusammenspiel mit zweimal Gesang könnte ich mir bei ihrer Musik an der einen oder anderen Stelle schwerpunktmässig gut vorstellen. Selbst Stefan meinte, dass bei der Nummer für ihn die Sonne aufgegangen sei. Übrigens schmälert dies in keiner Weise die gesangliche Leistung von Haupt-Sänger Niklas, der ebenfalls einen richtig guten Job macht. Nur war das eben nicht so überraschend für mich 🙂

Chapeau an die ganze Band, ich freu mich jetzt schon drauf, mehr von Euch zu sehen.

Das war dann auch mein letzter Besuch in der Showbox für 2016, daher an dieser Stelle noch einmal ein riesiges Danke an die Musico, dass sie in jedem Jahr wieder eine der wenigen Möglichkeiten für lokale Kieler Künstler bietet, sich auf der Kieler Woche zu präsentieren!