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Die Schausteller des MPS Hohenwestedt 2016

Neben den „großen“ Bands und den Marketendern des MPS gibt es auch noch viele kleine Schausteller, die das Leben auf dem Spektakulum noch lebendiger als sowieso schon gestalten.

Vogelmänner und -frauen, Phantasiegestalten, Konglomerate aus Besucher-Piraten und Sängern des MPS, Eulenmenschen und viele, viele mehr … seht selbst!

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Musik auf dem MPS – und alle so YEAH

Natürlich waren auf dem MPS in Hohenwestedt nicht nur coole Typen unterwegs sondern auch DIE bekannten Mittelalter-Bands dort am Start.

Omnia

Gleich zu Beginn hatte ich eine meiner liebsten Mittelalterbands vor der Linse, Omnia. Und ich hatte mir nicht zu viel davon versprochen – sie brachten so einige neue Songs mit und brachten das Publikum ordentlich in Bewegung. Die Earth Worriors aus den Niederlanden sind auch mit der neuen Scheibe Naked Harp wieder unterwegs, die Welt mit ihren Gedanken zur  Wiederherstellung der Einheit, Symbiose und Harmonie zwischen dem Menschen und der Flora bzw. Fauna.

Mr. Hurley und die Pulveraffen

Eine weitere Größe im Mittelalterzirkus sind inzwischen Mr. Hurley und die Pulveraffen. Sie konnten sich im letzten Jahr jede Menge neuer Fans auf dem WOA erspielen. Trotz des Wetters machte sich dies deutlich an der vor der Bühne stehenden Zuschauerzahl bemerkbar, die sich auch von Wind und Regen nicht abschrecken ließen. Gefeiert wurde hier kräftig dank der Piratencrew mit ihren Seemannsliedern.

 

Versengold 

Die neue Scheibe Zeitlos, die im letzten Dezember erschienen ist, hat auch jede Menge Fans gefunden. Bei nur wenig Getröpefele während des Konzert wurden die Songs der Band, die inzwischen ebensolchen Kultstatus wie Saltatio Mortis und Schandmaul erreicht hat, ohne sich im gleichen Maße über Outfits und weiteres Abkulten der Mittelalterkultur zu definieren, von ihren Fans so richtig derbe gefeiert. Und ganz ehrlich – ich finde, genau das haben sie verdient. Neben Omnia für mich die beste aller Mittelalterbands, bekommen die Texte beim genauen Zuhören auch mehr als nur eine Bedeutung, und damit macht sich ihre Qualität denn auch fest. Also wenn ihr könnt – schaut Euch die Mannen von Versengend auf jeden Fall mal an.

The Dolmen

Mittelalterlicher Folk mit modernen Elementen machen auch nach über 25 Jahren Bandgeschichte The Dolmen zu einer der besonderen Bands auf dem MPS. Trotz strömenden Regens während des Gigs konnte sich selbst Stefan, der sonst nicht unbedingt einer der absoluten Mittelalterfans ist, nicht losreißen und war sehr angetan von dem stilistischen Mix aus Mittelalter, Folk und weiteren Stilmitteln.

Saltatio Mortis

Die ungekrönten Könige der Mittelaltermusik haben mich leider ein wenig enttäuscht. Und das nicht einmal, weil sie oder die Konzertatmosphäre schlecht gewesen wären, vielmehr liegt der Grund darin, dass ich im Vergleich zu den Auftritten im Vorjahr keinerlei Entwicklung gesehen habe. Das Konzert und selbst die Fotos gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen. Kontinuität ist natürlich schön, aber da ich das Konzert vom letzten Jahr noch extrem gut in Erinnerung hatte, fiel mir auf, dass selbst die kleinen Wortscharmützel und die Einleitung zu den Botschaften der Band sich glichen wie ein Ei dem anderen. Das Publikum war trotzdem begeistert, denn die echten Fans wollen natürlich genau das, Verlässlichkeit in Qualität und Show.  Die Fotos möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten …

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MPS Hohenwestedt 2016

So, Brausebrand Vol. 1 ist nun gelaufen und ich komme nach zwei richtig hektischen Wochen dazu, endlich mal wieder zu bloggen.

Am Pfingstwochenende war das jährliche MPS in Hohenwestedt, in diesem Jahr leider mit viele Schauer und Saukälte an den ersten beiden Tagen. Das tat der Veranstaltung allerdings kaum Abbruch, es war vielleicht nicht ganz so voll wie im letzten Jahr aber es waren trotzdem viele MPS begeisterte unterwegs.

Und die haben sich ordentlich Mühe mit ihren Outfits gegeben … aber seht selbst:

Marketender

Aber nicht nur die tollen Outfits waren der Hit, auch diverse Händler waren auf dem MPS wie immer vertreten. Vom Bekleidungshändler über Kettenhemden, Schmuck, Essen jeglicher Couleur, Getränke …

Morgen dann mehr vom bunten Treiben und vor allem auch von den Bands und zu ihren Gigs.

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Schwindelfreie Zugvögel

Manchmal fällt einem ja eine CD in die Hände, die man schon bei den ersten Tönen zu lieben anfängt – und so eine ist mir im Rahmen des „Castings“ für die ersten Brausebrand-Bands in die Hände gefallen. Hallo Echo von Gutbier und Vogeler (nein, das ist keine Rechtsanwaltspraxis sondern ein ganz tolles Hamburger Duo) hat mich auch in einem dieser Momente erwischt, ruhig und eher melancholischen. Das Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, dass Musik es schafft, in einem etwas zu bewegen und ein sehnsüchtiges Ziehen des ganzen Körpers auszulösen und einen damit anzutriggern.

Die CD

Genau das passierte mir bereits bei den ersten Tönen von Zugvögel. Aber woran liegt das eigentlich? Zum einen sicherlich daran, dass die Musik einen im richtigen Moment erwischt, aber es liegt natürlich auch an der Qualität – in diesem Fall die sparsam und auf den Punkt eingesetzte Instrumentierung gepaart mit der wundervollen Stimme von Lisa Gutbier, die die Balance zwischen Zartheit und Kraft genau trifft. Dazu dann der Aufbau des Songs, der eben nicht in dieser ruhigen Besinnlichkeit verharrt, sondern mich doch nach vorne zerrt und mich wünschen lässt, selbst ein zeitloser Zugvogel zu sein und zu verschwinden.

Mit Windstärke 9 schaffen die beiden Hamburger, das bodenlose, nicht schwindelfreie Gefühl, von dem der Song handelt, musikalisch auch umzusetzen. Auch hier tanzt Lisa Gutbiers Stimme auf der Melodie, die  zwischen ruhigen Textpassagen und schwungvollem Refrain das Lebensgefühl der 20sometings vermittelt. Im freien Fall und noch nicht gelandet.

Hallo Echo, Namensgeber des Albums, überzeugt ebenfalls durch guten Songaufbau und Text.

Stilistisch ein wenig anders daher kommt Leicht sagen. Der Sound erinnert hier ein wenig an Roger Cicero und am ausgefeilten Arrangement man hört ganz deutlich, welche Qualität die Musik hat, die das seit 2013 gemeinsam arbeitende Duo abliefert, hier sind Profis am Werk, die ihr Handwerk verstehen.

Ein wenig traurig war ich schon, dass es sich „nur“ um eine EP handelt, die sich mit dem fünften Song, Die Jahre verabschiedete. Und um Abschied geht es auch in diesem Song, der mich dann noch einmal ganz tief in meine anfangs vorherrschende Wehmutsstimmung zurückwarf, denn die Beschreibung dessen, was in diesem Song so treffend formuliert wird. Daran kann dann auch die Melodie damit, dass sie Fahrt aufnimmt, nichts ändern.

Und so lasse ich das Album frei – oder halt nein, das behalte ich natürlich, denn es ist wirklich schön. Da hat mich doch die letzte Textzeile fast zu etwas hingerissen *lach*

Mein Fazit

Von mir auf jeden Fall ein riesiges Kompliment für diese wundervolle Scheibe, die nicht nur soundmässig sondern auch optisch sehr schön aufgemacht ist, an Gutbier und Vogeler. Den Wunsch, mir die beiden live anzusehen, werde ich mir ganz bald mal erfüllen, denn auch die beste CD wird niemals den Genuss eines Live-Konzerts ersetzen können. Die Gelegenheit habt Ihr bei den Beiden sicher, denn sie sind viel auf Konzerttour durch Deutschland – und sicher auch sehr bald in Kiel …

Wenn Ihr erst Mal etwas hören wollt – hier der Soundcloud-Link. Oder schaut in der Facebook-Timeline das eine oder andere Video an.

 

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anorak. – die Jungs mit dem springenden Punkt

Dienstagabend nach einem Shooting für eine befreundete Band hatte ich noch keine rechte Lust, heimzugehen sondern war noch motiviert, mir etwas Musik auf den Ohren zu geben. Also fuhr ich dann kurzentschlossen zur Schaubude, da ich wusste, dass dort anorak. und Lirr spielen sollten. Leider war ich dann für Lirr etwas zu spät, aber anorak. hatte noch nicht angefangen, also noch schnell eine Rakete bei Julius geholt und dann schnell zur Bühne,  um auch von dort paar coole Bilder mitzubringen.

Und ich glaube, das ist mir gelungen. Doch bevor ihr in den Genuss kommt, hier erst ein paar Takte zur Musik des Abends.

Die Kölner Jungs von anorak. sind gerade auf Promotion Tour für ihre neue Scheibe „enthusiasts and collectors“, die am 6. Mai herausgekommen ist. Kaum begonnen, wird gleich klar, was die Band vor allem ausmacht – Energie. Es macht tierisch Spaß, den Fünfen dabei zuzuschauen,  wie sie performen. Vor allem Sänger Phillip erinnert mich in seinem Bewegungsdrang ein wenig an Tigger bei Winnie Puh, wie er während des Gesangs die ganze Zeit durch die Gegend springt und dabei noch ausreichend Kraft für seinen Gesang hat. Und die hat er. Braucht er aber auch, denn die Mugge ist eine sehr coole Mischung aus Indie-Elementen, Scream und Post-Hardcore.

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Und offensichtlich machen die Songs mit ihrer Kraft nicht nur mir sondern auch dem weiteren Publikum ordentlich Spaß, vor allem, weil die Songs, obwohl durchgängig temporeich, doch sehr variieren und definitiv nicht zu einem Einheitsbrei verschwimmen, wie das im Scream sonst häufig passiert. Lust auf laute geile Musik bekommen? Hört doch mal in die neue Scheibe rein, ich habe sie heute schon mal rauf und runter gehört …

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Youth on Stage

Am 4.5. gab es in der Räucherei wieder einmal „Youth on Stage“. Kieler Kinder und Jugendliche zeigten ihr Können auf verschiedene Art und Weise, singend, tanzend auf den Brettern, die die Welt bedeuten können.

Ich war auch für eine kleine Stippvisite dort und habe euch so einige fotografische Impressionen einiger Tanzgruppen und der Band VioClavis (Kieler Musikschule) mitgebracht.

Mir hat besonders gut gefallen, mit wie viel Freude und Eifer alle dabei waren und ihr Bestes gegeben haben. Schön war auch, dass die Räucherei verhältnismässig voll war und alle ihren Spaß an den Darbietungen hatten.

Aber was rede ich, seht selbst …