Kategorie-Archiv: Unterwegs

US Cars die Zweite – Lensahn am 1.5.

Wie jedes Jahr am ersten Mai trifft sich alles was einen V8 unter der Haube hat am coolsten American Diner in Schleswig-Holstein, dem Chrome in Lensahn.

Die letzten paar Jahre hatte ich es nicht geschafft, dort vorbei zu rauschen, aber in diesem Jahr stand ich bei meinem Herzblatt im Wort und so machten wir uns gleich morgens auf den Weg, einen kleinen Zwischenstop am Selenter See zum Frühstück dort ganz romantisch mit frischem Kaffee und Brötchen inklusive.

Als wir dann in Lensahn ankamen, war das Gewühle dort schon riesig groß, so viele Menschen, Maschinen und so wenig Parkplätze. Das ließ dann doch ein wenig Partycharakter erhoffen – was allerdings, um es gleich vorweg zu nehmen, doch deutlich enttäuscht wurde.

Neben den wirklich schönen Muscle Cars und sonstigen coolen Karren war Rahmenprogramm so gut wie nicht vorhanden, keine Musik, so gut wie keine Verkaufsstände, weder Getränke- noch Essenstände. In früheren Jahren war da doch deutlich weniger Luft nach oben und mehr Spaß, als noch alles auf der grünen Wiese stattfand und man von Auto zu Auto schlenderte und großartig miteinander ins Quatschen kam. Das Pilgern über mehrere Firmenparkplätze machte wenig Freude, Gespräche zwischen Liebhabern kamen so nur wenig zustande und es waren viele lange Gesichter zu sehen.

Ich würde mir hier wünschen, dass man sich in Lensahn an solchen Veranstaltungen wie am Alten Güterbahnhof doch eine Scheibe abschneidet und in Sachen Musik – wir haben doch so tolle Rockabilly-Bands in SH – und Versorgung einen deutlichen Zahn zulegt.

 

Gumm Prix in Ecktown

Der GUMM PRIX geht in die 4. Runde! Am 10. Juli 2016 startet wieder das verrückte Gummibootrennen aus der Rasmussen-und-die-Brix-Krimiserie. Der GUMM PRIX im Eckernförder Hafen ist für alle, die Spaß an der phantasievollen Verkleidung und am sportlichen Wettkampf auf dem Wasser haben. Wie auch in den letzten Jahren gibt es auch dieses Mal tolle Gewinne. Ihr könnt sowohl mit Schnelligkeit als auch mit fetzigen Kostümen punkten. Schmeißt euch in Schale und absolviert die rund 350 Meter lange Strecke. Ob im Gummiboot, Schwimmreifen, auf der Badeinsel oder mit dem Schwimmtier.

Jahr für Jahr versammeln sich immer mehr Fans des GUMM PRIX am Sonntag der Eckernförder Sprottentage. Der Startschuss für das Rennen fällt um 14.00 Uhr. Die Teams sollten sich ab spätestens 13.00 Uhr an der Bühne an der Hafenspitze einfinden.

Um Punkt 12.00 Uhr startet auf der Bühne an der Hafenspitze das Kulturprogramm. Die Hans-Dylan-Band ist mittlerweile weit über die Grenzen Eckernfördes bekannt. Seit Anfang 2015 touren sie mit der Pop&Poesie-Revue »liederlich kriminell« durch die Lande. Der Soundtrack zu den Rasmussen-und-die-Brix-Krimis hat sich für dieses Programm Verstärkung geholt. Peter Weinholz, bekannt aus Formationen wie Kieler Conga Kollektiv oder der Santana-Cover-Band Carlos, wird an Cajon, Congas und Bongos die Eigenkompositionen des Trios nach vorne treiben. In der musikalischen Wundertüte für diese Stunde nach Zwölf stecken neben den Eigenkompostionen wie »Ecktown« oder »Dahinten ist Meer« auch Klassiker wie »Tainted Love«, das in der deutschen Übersetzung von Neubauer zum »Süssen Gift« wird, und Bowies »Helden«.

Nach der Siegerehrung entern »Waves of Soul« die Bühne. Die Cover-Band war ein im Jahre 1967 aufgehender Stern am Kieler Pop-Himmel, der im Herbst 1969 wieder erlosch. Die Band schlug innerhalb dieser zwei Jahre hohe Wellen, durch zahlreiche Auftritte in Kiel und Umgebung erspielte sie sich einen klangvollen Namen. 1999 gab es dann eine Reunion. Und 2016 steht ein einziges Gründungsmitglied noch am Mikro und gibt die Lead-Vocals, der Rest der Gruppe besteht aus Leuten, die im Gründungsjahr allerhöchstens Schulreife hatten.

»Waves of Soul« ist eine Generationen-Band, die ausgesuchte Rock-, Pop- und Soul-Klassiker interpretiert. Die sieben Wellenreiter standen zu allen möglichen Gelegenheiten auf der Bühne. Sie gaben Königin Sylvia das Geleit und rockten mit Peter Maffay. Diese Band beweist immer wieder, dass sich Souveränität und Spielfreude nicht ausschließen. Bei ihren Auftritten springen die Funken über und Presse wie Publikum fühlen sich von den »Waves of Soul« mitgerissen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Auch in diesem Jahr stellt famila Eckernförde wieder zehn Boote zur Verfügung. Auf das Siegertreppchen kommen die drei Schönsten bis Schrillsten und die drei Schnellsten.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Bühnenprogramm.

Für das Rennen könnt ihr euch anmelden unter: info@neubauerkommunikation.de und postalisch bei: Eckernförde Touristik & Marketing GmbH Stichwort: GUMM-PRIX 2016, Am Exer 1, 24340 Eckernförde. Unter http://www.ostseebad-eckernfoerde.de/sprottentage.html können die Anmeldeformulare heruntergeladen werden.

MPS Hohenwestedt 2016

So, Brausebrand Vol. 1 ist nun gelaufen und ich komme nach zwei richtig hektischen Wochen dazu, endlich mal wieder zu bloggen.

Am Pfingstwochenende war das jährliche MPS in Hohenwestedt, in diesem Jahr leider mit viele Schauer und Saukälte an den ersten beiden Tagen. Das tat der Veranstaltung allerdings kaum Abbruch, es war vielleicht nicht ganz so voll wie im letzten Jahr aber es waren trotzdem viele MPS begeisterte unterwegs.

Und die haben sich ordentlich Mühe mit ihren Outfits gegeben … aber seht selbst:

Marketender

Aber nicht nur die tollen Outfits waren der Hit, auch diverse Händler waren auf dem MPS wie immer vertreten. Vom Bekleidungshändler über Kettenhemden, Schmuck, Essen jeglicher Couleur, Getränke …

Morgen dann mehr vom bunten Treiben und vor allem auch von den Bands und zu ihren Gigs.

Youth on Stage

Am 4.5. gab es in der Räucherei wieder einmal „Youth on Stage“. Kieler Kinder und Jugendliche zeigten ihr Können auf verschiedene Art und Weise, singend, tanzend auf den Brettern, die die Welt bedeuten können.

Ich war auch für eine kleine Stippvisite dort und habe euch so einige fotografische Impressionen einiger Tanzgruppen und der Band VioClavis (Kieler Musikschule) mitgebracht.

Mir hat besonders gut gefallen, mit wie viel Freude und Eifer alle dabei waren und ihr Bestes gegeben haben. Schön war auch, dass die Räucherei verhältnismässig voll war und alle ihren Spaß an den Darbietungen hatten.

Aber was rede ich, seht selbst …

 

KGB wählt neues Kapitalistenschwein

Einmal im Monat ist die KGB in Kiel unterwegs – allerdings nicht streng geheim sondern es darf sogar Werbung dafür gemacht werden – diverse Künstler melden sich zu Kunst gegen Bares und versuchen, das Publikum von sich und Ihren Leistungen so zu überzeugen, dass sie durch ordentlich Spenden ins Schweinchen zum Kapitalistenschwein des Abends gekürt werden sollten. Da ich endlich wieder gesund bin, konnte auch der erste Schneckenabend des Abends stattfinden. Also sind Ketie und ich dann guten Mutes in die Pumpe gestiefelt, um uns mit jeder Menge anderer Fans über ein wenig Schlange stehen – ja, es waren VIELE Fans, der Rote Salon war bis zum Rand gefüllt – die bestmöglichen Plätze zu kapern.

Wer mehr zu KGB erfahren möchte – Ende März habe ich die Initiatoren von KGB bei Nightlife – Nightlive bei mir in der Sendung!

Dabei diesmal sieben Künstler im Kampf um den Sieg, Moderator Quinn Christiansen ohne seine Mutti und als Rahmenprogramm die „Nicht Brüder Schmidt“.

Was ist Kunst gegen Bares?

Das Format Kunst für Bares bietet Künstlerinnen und Künstlern verschiedenster Art die Gelegenheit, sich in einem festen Zeitkorridor von 10 Minuten dem Publikum zu präsentieren. Und das hat dann einen wundervoll bunten Abend, diesmal mit Musik, Schauspiel, Beatboxen, Slam-Poetry und Zauberei.

1. Den Start an diesem Abend machte die Hans Dylan Band mit zwei Songs aus ihrem Programm Liederlich kriminell, einer Verbindung aus Lesung und dem Soundtrack zu den Büchern. Ich liebe die Bücher von Sänger Hendrik Neubauer mit jeder Menge norddeutschen Lokalkolorits, deshalb freute ich mich um so mehr, dass ich ihn dort wieder einmal getroffen habe. Ganz spannend an dieser Stelle natürlich, dass er gerade am Abschluss seines dritten Schlei-Krimi-Bandes angelangt ist und wir den hoffentlich bald zu lesen bekommen werden.
2. Hille Norden,  schleswig-holsteinische U 20 Poetry Meisterin überzeugte an diesem Abend mit einer klassischen Schauspieldarbietung. Amazonen unter Führung ihrer Königin Pentisilea im Krieg, dazu eine Liebesverbindung mit Achilles, die unter Zugabe von reichlich Kunstblut im Tod endete, das alles in unter 10 Minuten. Eine echt reife Leistung, mir ein wenig zu dramatisch, aber sie brachte damit eine spannende Facette in diesen Abend ein.
3. Shinigami brachte dann mit seinem Beatboxing ordentlich Begeisterung in die Reihen. Für mich an diesem Abend der Gig, der mich am meisten begeistert hat, weil er mit so viel Druck loslegte und sich völlig verausgabt hat. Und natürlich wegen der irrwitzigen Töne, die man beim besten Willen nicht „nur“ aus einem Mund erwarten würde,
4. Das Team Verschriebene Dinge brachte mit einem Feuerwerk aus Worten ein Liebesgedicht an so viele Schriftsteller, die ihren Geist immer wieder befeuern reichlich verbalen Schwung. Was mir wiederum viel Freude machte, so viel Enthusiasmus zu erleben. Das ging offensichtlich nicht nur mir so,Joanne Dietze & Mila Müller wurden vom Publikum zu den Gewinnern des Abends und damit zu den Kapitalistenschweinen des Abends gekürt.
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5. „Locke Steffi“ – Stephanie Schloegl – sang zwei Songs von den Erlebnissen auf ihrer 10 Monate dauernden Reise durch die Türkei – und das mit reichlich Begeisterung.
Ketie war von ihrer fröhlichen Art sehr begeistert, mich selbst störte doch ein wenig, dass sie ihre Geschichten in Zusammenhang mit den Liedern auf englisch erzählte, nur weil im prall gefüllten Roten Salon vielleicht 2 oder 3 Personen waren, die des Deutschen nicht mächtig gewesen sein könnten. Aber das ist so ein persönliches Ding meinerseits, warum ich das affig finde, kann ich gar nicht genau begründen …
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6. „Robertus“, der zweite Beatboxer des Abends, verpackte seine Sounds in eine coole Geschichte. Im Hubschrauber zum Boss, dem etwas vorbeatboxen und Stimmung in einen Club bringen, das kann ich mir bei ihm auch in der Realität gut vorstellen, amüsant genug war die Nummer allemal.
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7. Den Abschluss des Abends bildete Zauberkünstler Martin – eine launige Unterhaltung mit klassischen Tricks und viel Spaß. Ratzfatz hatte er sich mit hübschem Trick mit einer Assistentin aus dem Publikum ausgestattet und ganz nebenher Moderator Quinn Christiansen mal locker mit Konfetti und Schnee-Werfen zur Verzweiflung getrieben, aber nur solange, bis der einfach nicht hinter einen Kartentrick von Martin kam …

Mich wird nur wenig davon abhalten können, auch zum nächsten Kunst gegen Bares wieder dabei zu sein, um einen abwechslungsreichen, tollen Abend zu haben. Wichtig ist allerdings rechtzeitiges Erscheinen – der rote Salon der Pumpe war auch diesmal bis auf den letzten Platz besetzt!