Was geht am Nordpol Süd??? Musik und Veranstaltungen zwischen Kiel und Hamburg

Blondie lebt – HUNGER der Pinpricks machte möglich

Viel später als eigentlich geplant aber immer noch rechtzeitig vor ihrer Release Party in der nächsten Woche hier das Review der neuen – und ersten – Scheibe von The Pinpricks, „HUNGER“.

Bevor es um die Musik geht, hier noch die Credits zum Foto, das haben mir The Pinpricks überlassen, geschossen wurde es von Carolina Wendel.

Das Kiel/Hamburger Trio mit Gitarre/Voc, Schlagzeug und Bass zaubert auf „Hunger“ Sound vom Feinsten. Mit Ronja Kaminsky an den Vokals und Gitarre, Palle Spiekermann an den Drums und
Nils Degenhardt am Bass haben sich drei Musiker/innen zusammengetan, die genau wissen, was sie tun und wie sie ihre Vorzüge zur Geltung bringen. Sie können Rock in jeder Fassung, die Scheibe bedient dabei vom eher an die 80er Jahre angelehnten Debbie Harry Sound (ich liebe sie, bis heute ist sie mit Blondie eine meiner Jugendheldinnen) über die 90er, in denen Nirvana an der einen oder anderen Stelle durchschimmert, bis hin zu ganz modernem Sound alle Facetten.

Zu den Songs

„Marionette“ eröffnet mit klarem geradeaus 80er Rock und einem Gesang, der Glas schneiden könnte wie Debby Harry in ihren frühen Jahren. Ohne mit Effekten gespickt zu sein, schafft es dieser Song, mich so richtig neugierig auf die gesamte Scheibe zu machen.

„Sweet Pain“ spielt dann mit Effekten, speziell bei den Vocals, während das Schlagzeug die meiste Zeit weiter treibt und treibt und den Song mit Dynamik füllt, unterstrichen von Gitarre und Bass. Obwohl Blondie zwar genremäßig mehr im New Wave/Punk Bereich angesiedelt war, gehört es  heute für mich zum klassischen Rock. Ja, ich bin immer noch beim Debbie Harry Vergleich, aber er drängt sich auch so auf. Während ich Sweet Pain höre, spielt in meinem Hinterkopf gleichzeitig „One way“, das auch bei „Into the Light“ einfach nicht still sein will.  Wobei The Pinpricks es schaffen, eben gerade keinen Abklatsch zu erschaffen, sondern Songs mit eigenem Stil. Ja, ich bin verliebt in den Sound, na und? 

„No Exit“ geht wieder richtig schön klar und steil. Hier werden keine Kompromisse gemacht, es geht einfach nur nach vorn.

„You Don´t“ lässt die raue Seite von Sängerin Ronja zur Geltung kommen. Hier ist die Band dann wie in ihrer eigenen Soundbeschreibung auch tatsächlich im alternative Rock unterwegs und begeistert wiederum mit druckvollem Sound. Dieser Song ist dann auch derjenige, bei dem ich mir in ihrer Live-Performance am meisten wumms erwarte.

Und wie es sich auf einer richtig guten Scheibe gehört – und genau das ist HUNGER auf jeden Fall – schließt die Band mit einer Ballade. „I can´t take it“ hat den passenden Gänsehaut-Sound, wie er in den 90er und 2000ern immer wieder gern genommen wurde. Und was soll ich sagen – hat geklappt – die Stimme der Sängerin hat mich durch ihre Eindringlichkeit und die Zartheit und ganz leichte Brüchigkeit mit Gänsehaut versorgt. Der perfekte Abschluss für eine richtig richtig gute Scheibe <3

Live

Wer sich das ganze nun live und in Farbe ansehen und – hören will, hat am nächsten Wochenende dazu die Gelegenheit. Am 24.03. findet die EP Release Party im Hansa 48 statt. Dabei sind dann auch noch „As Giants fail“ als Opener.

Und als besonderes Bonbon wird auch der erste Video-Clip der Scheibe zu Marionette dort seine Premiere haben.

Wir sehn uns?!

 

 

 

2 Antworten auf “Blondie lebt – HUNGER der Pinpricks machte möglich”

  1. Heike Degenhardt

    Wow, du hast das super beschrieben. Lasst euch das feeling dieser sounds von the pinpricks nicht entgehen.Seid dabei und lasst euch begeistern am 24. MÄRZ bei der EP Release Party im Hansa 48.

    Antworten
  2. Da werden mir mal wieder die Ohren wässrig gemacht, aber das machst Du schon richtig so, liebe Sabine. Dann werd ich mal schaun, dass ich von der Band auch was auf die Ohren bekomm, dass ich im Radio auch was auflegen kann, bei http://www.home-of-rock.de.
    Rockige Grüße aus Thalkirchen
    Martin, der SemmeL oder auch der Thalkirchner

    Antworten

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