Was geht am Nordpol Süd??? Musik und Veranstaltungen zwischen Kiel und Hamburg

#bcki 14 – Barcamp Kiel Tag 1

So, nun bin ich doch tatsächlich da – das fünfte Kieler Barcamp ist für mich das erste, das ich besuche.

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So viele Menschen hatte ich zwar auch auf den Bildern der letzten Jahre gesehen, aber das Gewusele nun live zu erleben und in der gesamten Menge nur 2 Personen zu sehen, die ich – und das auch nur flüchtigst – kenne, ist schon ein eigenartiges Gefühl. Ich bin zwar schon auf vielen großen Veranstaltungen gewesen, gerade in letzter Zeit, aber irgendwo hatte ich sonst doch immer den einen oder anderen „Anker“, um mich daran festzuhalten bzw. zu orientieren.

Erst mal Frühstück

… ist dann die ausgerufene Devise – und das finde ich gut. Gar nicht mal wegen des Essens (für Veganer ist da auch nicht so wirklich was im Portfolio), aber das gemeinsame eng um einen Tisch herumstehen und mit Kaffeetasse und Brötchenteller zu balancieren verbindet in kürzester Zeit und ich komme schnell mit den anderen Menschen am Tisch ins Gespräch.

Organisatorisches / Sessioneinteilung

… wird dann ab 10 Uhr geregelt,  alle Anwesenden bekommen die Funktionsart des Barcamps mit ihren Sessions erklärt und es werden dann Freiwillige gesucht – und gefunden – die zu verschiedensten Themen Vorträge und Diskussionsrunden halten mögen., die Sessions. Mir wird dabei recht deutlich, dass es sich hier nicht so sehr um einen Austausch von Bloggern im „low level“ Bereich handelt, es geht hier viel um Themen für Leute, die jobmässig hier unterwegs sind und die ganze Angelegenheit auch professionell betreiben.

So ein wenig fühle ich mich da schon auf der falschen Veranstaltung, aber bleibe trotzdem gespannt auf all die Themen, die angeboten werden.

Hier mal ein Blick auf die Übersichtstafel mit den Sessions vom ersten Tag:

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Und los geht´s

Um 11 startet die für mich erste Session meines Lebens. Leider mit ziemlichem Frustrationseffekt. da ich sie doch mehr als Werbeveranstaltung für die Firma der beiden abhaltenden Personen halte, die auch parallel gleich das Angebot machen, man könne sich als Freelancer ja gern bei ihnen melden, wenn man gewisse Kompetenzen hatte.

Die zweite Session fühlt sich da schon wesentlich „erdiger“ an, da es hier tatsächlich ein Austausch zum Thema Blog / Bloggen mit verschiedenen Aspekten wie „Geld mit dem Blog verdienen“, „Wie gehe ich mit rechtlichen Themen um?“, „Was mache ich, wenn jemand meine Bilder / Texte ohne Erlaubnis nutzt“?

Dann ist Mittagspause und ich treffe auch tatsächlich mal zwei Menschen, die auch nur aus Spaß an der Freud und nicht wegen ihres Jobs vor Ort sind. Meine Laune bessert sich also weiter.

Youtube

Nach der Pause  die Session zum Thema Grundlagen zum Erfolg auf Youtube gibt mir einen weiteren positiven Schub. Christoph, 18 und noch Schüler erzählt flüssig und kurzweilig (wenn auch nicht immer 100 prozentig fachlich umfassend, wie einige anmerken – aber heee – er macht das schon ganz großartig.) Und gibt mir auch tatsächlich Hilfestellungen zu Fragen, die ich in der Vergangenheit bereits hatte. Seine Präsentation fasst super aufbereitet die wesentlichen Punkte zusammen. Hier nur einmal die letzte Seite als „Wallshot“, den gesamten Inhalt seines Vortrages findet ihr hier.

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Kiel-Wiki

Kiel-WIki war dann meine nächste Session – und da flogen mir dann doch so einige technische Schlagworte um die Ohren, mit denen ich rein gar nix anfangen konnte. Aber das hat mich wiederum so gar nicht gestört, denn grundsätzlich ging es um die wunderbare Idee, das im letzten Jahr entstandene KielWiki zu präsentieren und weitere Mitstreiter zu finden, die Inhalte zu ihrem Kieler Umfeld – Sachinformationen oder Geschichten zu den einzelnen Stadtteilen, Straßen, in Kiel ansässigen Firmen und und und dort einstellen könnten. Ich habe mir fest vorgenommen, dort öfter mal hineinzuschauen und soweit ich es kann, auch Inhalte zu ergänzen.

 

DJing und Musik im Internet

Diese Session als bunt gewürfelter Haufen von Interessierten bietet dann noch einmal einen Erfahrungsaustausch zwischen Musikern und Bloggern, die alle verschiedenste Kanäle bedienen und von denen keiner die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Wir haben dann gemeinsam herausgearbeitet, dass es zum einen zielgruppenabhängig ist, welche Kanäle man vorrangig bedienen sollte, dass ein Blog mit entsprechenden Plugins zur Weiterverteilung in die verschiedenen sozialen Netzwerke vermutlich für die meisten „Freizeitmusiker“ der beste Weg ist, ihr Publikum anzusprechen.  Auf keinen Fall sollte man sich mit der Bespielung der verschiedenen Kanäle durch Nutzung zu vieler und der damit einher gehenden Schwierigkeit bei der Konsequenz der Nutzung und der Aktualität  verheben. Auch wenn der Lerneffekt für mich hier echt gering war, fand ich die Diskussion und das gemeinsame Erarbeiten der best practice eine schöne Erfahrung.

 

Digital Audio im 21. Jahrhundert

Puh, die ersten 20 Minuten verstehe ich nur Bahnhof ob der verschiedenen technischen Möglichkeiten der vorgestellten it-basierten Mischpulte. Aber das macht mir eigentlich nichts aus, sehe ich doch, wie die beiden Jungs vom Campus Radio für ihr Thema brennen und auch tiefes Wissen auf entspannte Art und Weise zeigen. Die Diskussion macht mir, so ahnungslos wie ich bin, schon beim Zuschauen unheimlich Spaß und als im letzten Drittel dann über die Sichtweisen zu handgemachter und elektronisch hergestellter Musik dargestellt werden, bin ich trotzdem mitten im Thema und fast traurig, dass die Session nach gut einer Stunde vorüber ist (jaaa, wir haben gründlich überzogen, was aber nicht so schlimm war, da es ja die letzte am ersten Tag war).

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Fazit

Obwohl mir vieles doch zu professionell weil eben auch firmenlastig war, kann ich von diesem ersten Tag doch so einiges mitnehmen. Und rational gesehen, könnte so eine professionell aufgezogene Veranstaltung ohne dazu betragende Firmen, sei es nun als Sponsoren oder Wissensträger, gar nicht funktionieren. Ich freu mich schon auf den zweiten Tag!

 

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2 Antworten auf “#bcki 14 – Barcamp Kiel Tag 1”

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