Gesang wie im Märchen – Prinz inklusive

Es war einmal eine Sabine, die ging zu einer Veranstaltung der etwas anderen Art. Weder hart noch Rock noch Singer-Songwriter. Klingt erst mal wie ein Märchen, klar. Ist aber Realität …

Märchenhaft

19 Uhr, Ostseehalle bzw. neudeutsch Sparkassenarena. Suzie und ich saßen gespannt in der 4. Reihe Parkett mit bester Sicht auf die Bühne. Und pünktlich erschien dann auch der Märchenprinz, pardon, inzwischen schon seit Jahrzehnten König Pavel Trávníček aus den „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“

Und zwar der echte, mit einem mittelschweren, sehr sympathischen tschechischen Akzent, der leicht an Karel Gott erinnerte und spontan die Herzen vieler anwesender Damen so schmelzen ließ, dass sie spontan in Applaus ausbrachen.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Keine Frage, ich war bei der Live-Aufführung von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zu Gast. Jedes Jahr vor Weihnachten ist dieser Film natürlich Kult, aber diese Live-Aufführung war doch noch mal eine ganz andere, wundervoll umgesetzte Darstellung der klassischen Geschichte um das Mädchen mit der bösen Stiefmutter und den verlorenen Schuh.

Sehr schön umgesetzt mit modernster Technik, war das Bühnenbild wirklich großartig. Ob im Innenhof eines Gutes, dem Palast oder mitten im Schneetreiben, waren es tolle Bilder, in denen sich die Schauspieler/innen bewegten und die nur mit dem einen oder anderen Möbelstück zu vollem Leben erweckt wurden.

Die Besetzung war ebenfalls ihr Geld total wert, auch wenn der Kartenpreis mit über 50 Euro doch echt stolz ist. Betrachtet man aber die aufwändige Technik und die Fähigkeiten der Schauspieler, so bleibt er letztlich gerechtfertigt. Für die Auswahl der Akteure hier ein explizites Lob, die Besetzung der einzelnen Rollen passte wie die Faust aufs Auge.

Aschenputtel und der Prinz sahen aus wie direkt dem Märchen entsprungen, genau das gleiche trifft auch auf die Stiefschwester und die böse Stiefmutter zu, die beide völlig in ihren Rollen aufgingen.

Es waren sogar zwei echte Kutschpferde und ein schneeweißes Reitpferd dabei, um das Erlebnis der Geschichte so plastisch wie möglich zu gestalten.

Sahnehäubchen

Das Sahnehäubchen auf dem Ganzen war dann noch die musikalische Untermalung an den wichtigen Punkten des Stücks. Eine Sängerin, deren Namen ich leider beim besten Willen nicht herausfinden konnte, liefert auf den Punkt getroffene Pop-Balladen, die die jeweils für Aschenbrödel entscheidenden Momente untermalt und ihr Innenleben für alle greifbar macht.

Der Prinz daheim …

Susi und ich sind jedenfalls nach einem richtig märchenhaften Abend selig nach Hause gegangen, wo dann ja der eine oder andere Prinz bereits auf uns wartete <3

Und wenn sie nicht gestorben sind …

, Ene

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