Rockrakete 2018 – Start gelungen

Der erste Samstag im Neuen Jahr ging gleich mal so richtig auf die Ohren. Im Hot Rock, Kiels Kneipe für Metal und Hartrock, spielten gleich zwei geile Bands.

Neben AK aus Kiel war Rockenbolle aus Hamburg mit am Start. Von letzteren flatterte mir vor einem knappen Jahr schon mal die damals neu erschienene CD ins Haus, so dass ich sie mir nun endlich auch mal live zu Gemüte führen musste. Und AK ist in Kiel inzwischen eine Instanz, bei der man sich seit 2012 sicher sein kann, geilen Scheiß auf die Ohren zu bekommen.

Einziger Wermutstropfen an diesem Abend war die Beleuchtung, ich habe kaum ein vernünftiges Bild zustande bekommen. Dafür war der Sound vor der Bühne völlig unerwartet echte Spitzenklasse.

Apropos Bilder – die muss ich nachliefern, momentan zickt mein WordPress Account so richtig und das Hochladen der Bilder bricht immer wieder ab. Ich veröffentliche die Bilder daher erst mal mit auf Facebook und schiebe sie dann später zu diesem Artikel dazu.

Das Hot Rock

Vor dem eigentlichen Musikerlebnis vielleicht noch ein paar Takte zum Hot Rock – einer der wohl ehrlichsten Kneipen Kiels mit mega fairen Preisen. Kiel ist ja eh eine Metal-Stadt, aber in den meisten Bars und Kneipen läuft als Hintergrund-Musik massenkompatibler Einheitsbrei zwischen Chill-out und Helene-Fischer-Dreck. Hier könnt ihr Euch sicher sein, dass an Abenden ohne Live-Musik Sounds zwischen Girlschool und Mötorhead die Hintergrundbeschallung liefern. Ich weiß ehrlich gesagt manchmal nicht, ob ich traurig oder doch erleichtert sein soll, dass das Hot Rock nicht nebenan bei mir ist. Ich glaube, sonst bekommt man in ganz Kiel kein großes Bier mehr für 2,90 plus Mexikaner für 70 Cent.

Musik 2, 3

Den Opener machten in der gut gefüllten Kneipe AK.

AK

Mit einem Hammersound – trotz E-Drums – waren die Jungs so gut ausgesteuert wie selten und obwohl ich sie schon echt live auf der Bühne gesehen habe, konnte ich diesmal zum ersten Mal jedes Wort verstehen, das gesungen wurde. Und bei den Texten lohnt sich das auch. Mehr dazu allerdings erst demnächst im CD Review zur Scheibe „Jetzt und Hier“.

Zwei englische Songs haben sich inzwischen auch ins Repertoire geschlichen – Jailbreak und Live Wire.

Hinsichtlich des Gigs selbst kann ich nur einmal mehr meine Begeisterung kundtun, alles, was ich an AK mag, war im Sack enthalten und ich wäre schon direkt nach diesem Konzert völlig glücklich mit dem Abend heim gegangen, wenn da nicht noch eine zweite Band im TImetable gestanden hätte …

 

 

Rockenbolle

Mit den drei Hamburgern kam dann noch mal ein anderer Schlag auf die Bühne, vertreten die drei doch eine deutlich punkigere Attitüde. Wenn Krille ins Mikro rotzt, seine Gitarre im Anschlag und sich aggressiv vorm Mikro aufbaut, steckt da schon ordentlich Power dahinter. Gesanglich zwar etwas weicher, aber dafür auch weiter vorn und mit fast genau so viel Druck, sieht man aber auch Olli deutlich an, dass er am liebsten gemeinsam mit Krille die Bühne beim Pogen auseinander nehmen würde und reichlich Spass dabei hätte.

Die Songs sind durchgängig aus dem Genre „auf die Fresse Rock´n Roll und gehen direkt in den Gehörgang. Perfekte Samstag-Abend-Unterhaltung, auch wenn ich durch meinen Platz direkt vor der Box den restlichen Abend leichte Hörbeschwerden hatte, war es einfach geil.

 

 

Veranstaltungen am 06.01.18

Während Ihr heute morgen hoffentlich noch die letzte Partynacht verdaut habt, war ich schon fleißig ab kurz nach neun zum Babyschwimmen in Neumünster. Wann verdammt noch mal ist endlich ein cooles Schwimmbad in Kiel wieder nutzbar? Aber ich schweife ab …

Euch interessiert sicher viel mehr, was es denn heute Abend so in Kiel gibt, mit dem man sich die Zeit vertreiben kann. Und da gibt es einiges ….

Cafe Godot

Im letzten Monat war ich zum ersten Mal im Café Godot zu „Das Godot singt“. Eine Hammer-Veranstaltung, organisiert von Herrn Winni, der eine Art Karaoke, allerdings mit Musik live per Band und der ganzen Kneipe als gemeinsamen Interpreten. Obwohl ich ja echt nicht singen kann hatte auch ich einen riesigen Spaß beim Mitsingen – und niemand ist angelaufen gekommen, um mir den Mund zu verbieten. Der Laden ist zu diesen Anlässen rappeldicke voll, also sichert pünktliches Erscheinen die besten Plätze. Gesungen wird übrigens alles außer Schlager, soweit ich weiß.

Hotrock

Außerdem heute Abend am Start mit Livemusik ist das Hotrock. Dabei sind AK und Rockenbolle, über deren CD ich im letzten Jahr auch schon mal ein Review geschrieben habe. Daher muss ich dort natürlich hin. AK sind sowieso eine geile Nummer mit ihrem auf deutsch interpretierten ACDC Style und auf Rockenbolle bin ich gespannt – na klar wie Bolle eben.

Pogue Mahone

Um die Qual der Wahl aber noch deutlich größer zu machen, spielt heute Abend im Pogue der Rock´n Roll Singer Songwriter Mutz. Daher kommen mir (ich werde auf jeden Fall erst mal ins Hot Rock und dann mal sehen, was der Abend noch so bringt) zwei meiner liebsten Konzertbegleitungen, Suzie und Jan heute abhanden, denn die beiden wollen dort unbedingt hin.

Und sonst noch …

In der Pumpe geht heut Abend die Luzi ab beim New Year´s Horror Vol. 2 Punk Festival, im Prinz Willy spielt Kerrie Pavish Anderson aus Alaska, und im Statt-Cafe spielen Schmelztiegel im 44. Jahr ihres Bestehens.

 

Also habt Ihr mal wieder die Qual der Wahl … wichtig ist doch nur, dass man seinen Mors vom Sofa liftet und draußen geile Musik hört und möglichst viel Spass hat.

Wie es mir gefallen hat, lest ihr in den nächsten Tagen an altbekannter Stelle.

Veranstaltungstipps Reloaded – 05.01.18

Im Neuen Jahr sollte es ja endlich wieder los gehen mit intensivem Betreiben von schneckenschubsen. Nachdem ich ja die letzten 2 ½ Jahre immer weniger Zeit dafür hatte habe ich so richtig Bock, in diesem Jahr wieder so einiges auf die Beine zu stellen.
Dazu musste ich mir anderweitig allerdings etwas Luft verschaffen und habe die Moderation und Organisation von Nightlife – Nightlive abgegeben, bleibe dem OK und dem Nightlive-Team aber natürlich freundschaftlich verbunden.

Und so wird hiermit der Kategorie Veranstaltungstipps neues Leben eingehaucht.

Das erste Wochenende in 2018 verheißt da schon einiges, wer Lust hat, musikalisch unterwegs zu sein, dem sind da kaum Grenzen gesetzt.

Freitag, den 05.01.

Am Freitag, den 05.01. seid Ihr ja wohl alle nach der Silvester-Feierei wieder in der Lage, Euch je nach Lust und Laune etwas ruhigere Musik anzutun.

PRINZ WILLY

Mit Sounds like Amie aus Kiel werden mit „nur“ zwei Stimmen und einer Gitarre Eure Ohren erst einmal sanft gestreichelt und nach der Knallerei am Sonntag mit Harmonien verwöhnt. Genau passend also fürs Prinz Willy – und eigentlich doch ein Gig der besonderen Art, denn Willy ist bei der Auswahl der Kieler Künstler, die dort spielen dürfen, besonders kritisch.

MUSIK @Church

Ebenfalls etwas ruhiger das „Let´s swing together“ mit den Waves of Jazz in der Jakobi-Kirche im Knooper Weg um 19.30 Uhr. Eine tolle Kirche, mir der mich besondere Erinnerungen verbinden – dort habe ich vor knapp 28 Jahren geheiratet und vor 27 Jahren wurde dort die älteste Königinnentochter getauft.

Ein weiterer Kirchen“Gig“ findet in der Sozialkirche in Gaarden statt. Wie immer am ersten Freitag im Monat laden die Kirchengemeinde Gaarden und die stadt.mission.mensch ein, diesmal zum Auftritt von „Solid Blue„. Die Nu-Jazz-Band liefert eine Mischung aus Jazz, Pop & RnB. Ihr müsst trotzdem etwas Haltung bewahren, denn die kraftvollen Beats und expressive Linien im modernen Nu-Jazz verleiten doch ein wenig zu – wie sagt Stefan das immer so schön „Arschgewackele“. Instumentiert sind die Kieler Jungs mit Mädel mit Trompete, Keyboard, Drums, Bass, Gitarre und natürlich Vocals,

Beide Konzerte kosten an Eintritt nix, Spenden sind aber gern genommen.

FKK

Wem das denn doch alles zu flauschig-seicht ist, der sollte sich besser ins FKK (Fahradkombinat an der alten Kunsthochschule, kurz alte Mu) aufmachen, dort wird ein lauter Kessel Buntes serviert. Dabei sind Кальк – Emo-Screamo-Surrogat mit Synthies aus Kiel, Boston Curtis – Regierender Esel, macht HC-Punk/Powerviolenc­e aus HH und Raucнen – die Jungs hHaben das mit dem kyrillisch nicht so ganz verstanden, liefern Zweitakt-Powerviolen­ce aus HH.

Mehr? Gibt’s natürlich am Samstag …

 

Wehende Bärte mit Liebe zum Detail

Bevor es dann ans Eigentliche, eines der ganz wenigen Konzerte, die ich seit September gesehen habe, geht, ein paar Worte in eigener Sache.

Seit dem Sommer ist bei mir privat Etliches los gewesen, aber nun bin ich so einigen Ballast los und ich werde ab sofort wieder deutlich mehr als im letzten Jahr von Konzerten in der Gegend berichten, CD Reviews schreiben und Euch mit sonstigen Infos hoffentlich begeistern. Aber genug Rumgeredet, nun mal Butter bei die Fische …

Trez Hombrez

In guter Tradition ging es am letzten Wochenende zum vorweihnachtlichen  Konzert der Trez Hombrez, der wohl anerkanntesten ZZ-Top Cover-Bands aller Zeiten. Wie jedes Jahr in der Räucherei in Kiel und mit der gleichen Horde begeisterter Fans wie im Jahr zuvor.

Die Trez Hombrez stehen mit viel Liebe zum Detail – seht Euch nur das Bild der Schuhe und das mit der roten Feder am Hut an – und perfekten Gesten auf der Bühne. Wobei eine weitere kleine Neuerung Einzug gehalten hat, in diesem Jahr wurde in reinstem Norddeutsch eine kleine Story zum Besten gegeben …

       

Ebenfalls frisch im Gepäck hatten die Männer mit ihren wehenden Bärten auch ein paar der neueren Songs. Die wurden zwar nicht ganz so frenetisch gefeiert wie die Klassiker, aber gebt den Fans ein paar Jahre, dann wird das schon 😉

Ich selbst von ja eh ein Fan der letzten Scheibe „La Futura“, insofern war meine Begeisterung darüber wohl deutlich zu spüren, phasenweise hatte ich so ger das Fotografieren vergessen, weil ich stattdessen unbedingt tanzen musste.

Die Set-List

Wer noch mal genauer Luschern will, was er gesehen – oder blöderweise verpasst hat, hier die Setlist des Abends.

Die Stimmung

… war natürlich wieder bombig. Auch wenn mir vor lauter Begeisterung schon vor Beginn des Konzerts beim wilden Gestikulieren eine fast volle Flasche Bier zerschellte, war ich zum einen nicht die letzte und zum anderen gab es sogar wilde Tänzer, die die Lautsprecher-Mikro-Licht-Installation umgerissen haben.

Aber ganz im Sinne der Südstaaten-Tradition wurde cool reagiert und einfach nach dem Wiederherstellen des vorherigen Zustands weiter gefeiert.

An dieser Stelle dann allerdings auch die Feststellung, dass es diesmal nicht ganz so voll war wie im letzten Jahr. Aber bei drei Mega Veranstaltungen in Kiel am selben Abend war das letztlich leider kein Wunder.

 

Und sonst so …

Viel Spass, geile Songs wie Perlen an einer Schnur. Und drei Musiker auf der Bühne, die ihren Originalen in wirklich nichts nachstehen, auch wenn sie nicht aus den Südstaaten kommen sondern in ihren Herzen echte Kieler Jungs sind …<3

 

Fastlane Greasers rumblen im Alten Güterbahnhof

Tolle Veranstaltungen gibt es im herannahenden September in musikalischer Hinsicht jede Menge. Besonders freue ich mich jedoch auf Rockabilly im alten Güterbahnhof am 16.09.

Die Fastlane Greasers werden dort am 16.09. ihr jährliches Rumble veranstalten – und könnte es am Güterbahnhof passender als Rumble on the Rail heißen?

Die Fastlane Greasers, inzwischen seit drei Jahren gemeinsam unterwegs, sind inzwischen aus der lokalen Szene nicht mehr wegzudenken, durch etliche Gigs im Pogue Mahine, in der Waldschänke, beim Bootshafen und und und … haben sie sich einen Namen erspielt. Sie selbst sagen von sich, sie haben einfach Bock auf Rockabilly und Rock ´n Roll – und genau diese Spielfreude merkt man ihnen auch an.

Rumble on the Rail
Rumble on the Rail

Und wer nun glaubt, dass er sich „nur“ mit ihnen amüsieren könnte, der hat weit gefehlt, denn sie haben zu ihrem Rumble einiges an musikalischen Gästen eingeladen.

Ein weiterer Lokalmatador, Tom Toxic, ist mit seinem Tollhaus Trio mit am Start. Er hat ja in diesem Jahr mit seinen Tenessee Tapes viel von sich Reden gemacht, und vielleicht gibt sich ja die Chance, zu seiner Pilgerfahrt Richtung Memphis und Nashville ein paar Worte zu wechseln.

Tom Toxic
Tom Toxic

Außerdem geben sich auch die Berliner Jungs von Eddy & the Backfires die Ehre. Wir können wohl hoffen, den einen oder anderen Song von ihrer am 30.6. frisch erschienenen neuen Scheibe zu hören.

Die Location als solche ist wie geschaffen für solche Events, in diesem Jahr hat dort bereits das super tolle US Car Treffen mit einer fetten Party stattgefunden, wer noch mal schauen will, hier der Link zum Artikel.

 

US Car Treffen am alten Güterbahnhof
US Car Treffen am alten Güterbahnhof

Also nix wie los, Karten im Vorverkauf entweder direkt bei den Fastlane Greasers oder den sonstigen auf ihrer FB-Seite genannten Vorverkaufsmöglichkeiten ergattern und dann am 16.9. in die passenden Klamotten geschlüpft, Pferdeschwanz gebunden, Pomade in die Haare und eine coole Party feiern.

 

Derbe und gut – The Real McKenzies

Letzten Donnerstag war ich das erste Mal seit einer Weile wieder in der Schaubude, denn trotz viiel zu viel Arbeit konnte ich mir den Leckerbissen des Abends, The Real McKenzies, nicht entgehen lassen.

Überraschungen am laufenden Band

Erste Überraschung an diesem Abend war, wie brechend voll die Schaubude war.

Zweite Überraschung, dass bereits die vorband, Basement Character aus Kiel, vom ersten Song an abgefeiert wurden.

Und die dritte Überraschung, dass es auch bei The Real McKenzies sofort zur Sache ging und geigt wurde, was das Zeug hielt.

Die letzte – leider weniger gute – Überraschung war dann die Bierdusche meiner Kamera, daher kann ich von den The Real McKenzies leider nur mit Handy-Bildern dienen.

Die Vorband

Aber noch mal von vorn, fangen wir doch mal mit Basement Character an.

Metal Bands, auch gute,  gibt es ja in Kiel etliche, daher sei es entschuldigt, wenn mir die Jungs vorher noch nicht über den Weg gelaufen waren. Tighte Band mit jungem Sänger, der so richtig Gas gab und nicht nur singen sondern auch so richtig rausrotzen kann. Also falls ihr die Möglichkeit habt, unbedingt ansehen!

 

The Real McKenzies

Die Hölle brach dann so richtig mit den Männern aus Vancouver los, die mit dem Gig in der Schaubude einen fulminanten Start ihrer Tour hinlegten. Die Bude ist zwar nicht groß, verwandelt sich aber bei guter Musik und mitgehendem Publikum in einen Hexenkessel. Und so war es auch am Donnerstag. Punk in Reinkultur zeigt sich im Benehmen der Männer im Schottenrock. Sänger Paul fackelt  nicht lange und sorgt mit seiner forschen Art bei den Mädels in der ersten Reihe doch für leichte Irritationen, aber letztlich wollen doch etliche im Real McKenzies Club sein und ziehen ihre Shirts beim Abtanzen und Pogen aus.

 

Was man sonst zum Gig sagen kann? Er war laut, er war geil, das Bier floss in Strömen und alle hatten richtig Spaß.

Mehr kann man wirklich nicht verlangen von einem Donnerstag!