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Einzug des Glücks-Faultiers

Sicher wird der eine oder andere im letzten halben Jahr festgestellt haben, dass es hier auf schneckenschubsen doch deutlich ruhiger zugeht als früher.

Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass mir Musik weniger am Herzen liegen würde als früher. Aber schon damit, dass ich seit geraumer Zeit versuche, nicht mehr so sehr über meine Kräfte zu leben, wie ich dies früher immer getan habe. Immer bis ans Limit und noch ein Stückchen drüber hinaus. Die Zeiten, in der ich mir beweisen musste, dass ich möglichst gestern noch alles kann und alles schaffe – die sind aktuell vorbei.

Bei mir hat sich inzwischen das Gefühl eingestellt, auch mal Ruhe und das Leben an sich genießen zu können und nicht immer noch einer drauf setzen zu müssen. So sehr ich gerade Live-Musik liebe, so wenig muss ich inzwischen jede Veranstaltung mitnehmen, weil sie ja vielleicht eine noch nicht gesehene und gehörte Perle beinhalten könnte.

Und – ganz ehrlich – es ist auch cool, nicht mehr das Gefühl zu haben, ständig etwas zu verpassen – und einfach nur zu sein. Mal ein paar Takte auf dem Bass oder der Gitarre zu klimpern und einfach nur faul zu sein. Faul – für mich eine bislang völlig unterschätzte Erfahrung – diese ruhige Selbst-Zufriedenheit ohne jedes schlechte Gewissen die Seele baumeln zu lassen.

Und hey, das tu ich nun einfach mal … nennt man wohl Glück. Und das habe ich, mit meinem Job, meinen Freunden, meiner Familie – und auch mit mir <3

Warum?

Das kann ich selbst gar nicht so genau an einem einzelnen Ereignis fest machen, es ist eher die Summe mehrerer Dinge, wie z.B. die Geburt der kleinen Elli, das mit der Zeit immer besser werdende Zusammenleben mit meinem Liebsten und das Gefühl, doch so einiges in Bewegung gesetzt zu haben in der Kieler Musikszene in den letzten Jahren.

Zukunft?

Trotzdem wird es natürlich auch zukünftig Artikel zu Musikevents geben, CD Reviews etc – nur die Taktzahl bleibt wohl eher so wie momentan. Denn auch jetzt passiert in meinem Leben natürlich nicht nix – ein guter Teil meiner Zeit geht in die Organisation der monatlichen TV-Musiksendung „Nightlife Nightlive“, für die ich die Sendeorganisation, das Booking und die Moderation mache (hey, hier können wir übrigens jederzeit Unterstützung brauchen!). Dann habe ich noch andere Hobbys für mich entdeckt, Camping mit unserem selbst ausgebauten Bus, Lettering – und mein aktueller Lieblingszeitvertreib – mit Klein-Elli auf dem Fussboden rumkabbeln und spielen.

Bis demnächst in diesem Theater – oder vor einer der Bühnen unserer schönen Stadt 🙂

Fertig gebrütet – 5 Tipps für jeden Tag

Ihr habt es ja sicher gemerkt, in der letzten Woche habe ich mich ziemlich rar gemacht und war auch kaum unterwegs, weder im Netz noch im richtigen Leben zu Konzerten oder anderen Veranstaltungen.

Ich habe mich, doch ziemlich getroffen von Geschehnissen in meinem nahen Umfeld mit Gott, der Welt und meiner eigenen Einstellung beschäftigt. Bevor hier nun ein großes Rätselraten anfängt – ein lieber alter Freund / Kollege ist gestorben und das hat mich ziemlich aus dem Tritt, aber auch ins Nachdenken über mein tägliches Handeln und Tun gebracht.

Daher auch meine Top 5 der Dinge, die man auf jeden Fall täglich beherzigen sollte.

 

Nr. 1 Verschiebe nix auf morgen – es sei denn, es ist unangenehm

Mal ganz ehrlich – schöne Dinge auf einen anderen Tag zu schieben, das ist einfach nicht sinnvoll. Wer weiß, ob nicht wieder etwas dazwischen kommt – oder Du es dann im schlimmsten Fall gar nicht erlebst. Bei unangenehmen Dingen – so what – wenn Du die nicht mehr hinbekommst, scheiss der Hund drauf.

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Nr. 2 Lebe so viel Du kannst

Jede Erfahrung ist es wert, gemacht zu werden. Vorsichtig sein und mit angezogener Handbremse fahren, bringt Dich einfach nicht vom Fleck. Solange Du Dich wohl bei den Dingen fühlst, die Du tust, ist alles gut.

 

Nr. 3 Sei offen mit Deinen positiven Gefühlen

Wenn DU Zuneigung oder Liebe gegenüber jemandem verspürst, behalte das nicht für Dich. Selbst wenn der- bzw. diejenige Dir nicht dasselbe Gefühl entgegen bringt, musst Du nicht mehr grübeln „was wäre wenn“ sondern kannst Deine Bahnen weiter ziehen und weißt Bescheid.

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Nr. 4 Offenheit rulez

Taktieren und mit anderen Menschen spielen ist ja ganz hübsch wenn man einen Masterplan in der Tasche hat, den man unbedingt durchziehen will. AAAABER – wenn Du geradeaus durchs Leben gehen willst und Dir selbst jeden Morgen gern am Spiegel gegenüberstehst, ist das sicher wesentlich mehr wert, als wenn Du Dich wegen Deines Verhaltens im Inneren eigentlich selbst nicht leiden kannst.

Nr. 5 Liebe!

Jeder Tag ist ein toller Tag um zu lieben. Kleinlichkeit und Konflikte bringen Dich nicht wirklich weiter – und in Details auf Recht zu beharren, das mag ja Deinem Ego kurzfristig helfen, aber nicht Deiner Partnerschaft auf lange Sicht. Klar muss man Grenzen abstecken und auch mal sagen, wenn was nicht gut ist, aber das sollte der Liebe keinen Abbruch tun oder sie ins Hintertreffen kommen lassen. Stell Dir vor, Dein Partner wäre plötzlich nicht mehr da und Du könntest ihm nach einem Streit nicht mehr sagen, dass Du ihn liebst.

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Spruch des Tages …

„Nichts ist so grenzenlos wie das Universum und die menschliche Dummheit  – wobei ich mir beim Universum noch nicht so sicher bin“. Dies Zitat habe ich aus gegebenem Anlass  bei Albert Einstein entliehen, es trifft meine Gemütsverfassung gerade so, dass wäre sie ein Hau den Lukas, es klingeln würde was das Zeug hält.

Eigentlich hatte ich geplant, heute mit einer ganz anderen neuen Rubrik online zu gehen, aber Leben ist eben das, was passiert, während Du Pläne machst.

In diesem Sinne, kommt gut durch die Nacht, ich werde mir die Decke gleich über den Kopf ziehen und grübeln, wo ich einen Nürnberger Trichter herbekomme …