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Erst das Katerfrühstück, dann …

Am Freitag hatte ich ja Geburtstag – und daher passte der Schneckenabend natürlich besonders gut, um so sanft in das nächste Lebensjahr hineinzugleiten – oder so …

Das JuMe

Gestartet sind wir im JuMe, der kuscheligen Kneipe in der Harmstraße, die leider etwas unter ihren lärmempfindlichen Nachbarn leidet, sonst würden dort viel öfter Events stattfinden – aber so muss es dort immer verhältnismäßig moderat vom Sound her bleiben.

Katerfrühstück

Zur schönen Tradition und einer der regelmäßigen Veranstaltungen  hat sich inzwischen das Power Point Karaoke, veranstaltet von Viva con Aqua für den guten Zweck, entwickelt. Und ebenfalls auf dem Weg zur Tradition ist die musikalische Begleitung durch Katerfrühstück, eines Kieler Duos. Die beiden Gitarreros spielen neben dem einen oder anderen Coversong (Marius lässt grüßen) vor allem eigene Songs, mit denen sie mal eben knackenscharf auf den Punkt treffen. Das alles in deutsch und vor allem mit rauer Stimme und dunkler Tonlage. Also genau wie Muddi das mag … Wer allerdings gute Laune Gesinge erwartet, der ist hier nicht unbedingt an der richtigen Adresse, denn die beiden haben schon was zu sagen – und das ist nicht lalalustig sondern schon etwas zwischen die Augen zum Hirn anregen.

Power-Point Karaoke

Das Powerpoint Karaoke war wie immer sehr amüsant, die Spannbreite der Themen, mit denen man sich spontan beschäftigen musste, war auch ausgewogen. Hexenverbrennung, Schnee, alles was man eigentlich gar nicht über Dreiecke wissen wollte, Verhaltensregeln zu Lawinen und beim Schwimmen – unheimlich lehrreich war es allemal.

Ich selbst hatte mich auch der Herausforderung gestellt und mich großartig beim Blödsinn erzählen zum Thema Schnee amüsiert. Meine Empfehlung: Probiert das dringend selbst mal aus – es macht echt Laune!

Open Stage in der  Cafe bar Cultura

Damit aber nicht genug der Feierei – es ging für uns dann direkt weiter in die Café Bar Cultura, wo Nico Chavez zur Singer-Songwriter-Open-Stage eingeladen hatte. Nicht dass ich singen wollte – das will nämlich wirklich niemand hören. Aber ich hatte noch Lust, mit Musik in meinen Geburtstag hineinzufeiern und noch ein paar liebe Menschen zu treffen, von denen ich wusste, dass sie da wären.

Gespielt haben dort dann so einige:  Natürlich Nico, teils begleitet von Malte am Bass bzw. an der Harp. Und so, ohne Band im Hintergrund, kommt auch sein besonderer Charme wirklich gut zur Geltung. Vor allem wenn er dann noch seine deutschen Songs singt, dann geht mir immer das Herz ein Stückchen auf. Aber nicht nur er, auch Sören Frass, Emilie Müller und weitere schnappten sich ihre Gitarren und sangen in der bis weit nach Mitternacht gut gefüllten Bar, die sich inzwischen in Kiel echten Kultstatus erarbeitet hat und nicht nur kurzfristig mal in war.

Irgendwann war es dann 12 Uhr und kurz vorher wunderte ich mich schon, warum Nico denn so einen langen Sprechpart hatte, ohne wieder anzufangen zu singen. Ich habe mich tierisch gefreut, als er mir dann gemeinsam mit Sören – und dem Rest der Bar – ein Geburtstagsständchen sang.

Was für ein schöner Start in meine auch den ganzen weiteren Tag lang tollen Geburtstag, denn natürlich waren meine liebsten Menschen bei mir  <3

Und ein Katerfrühstück – das brauchte ich am nächsten Morgen – nicht!

 

Erste Hilfe gegen Novemberdepression!

Donnerstag, 19.11.

Im Kampf gegen die Novemberdepression starten meine Wochenend-Aktivitäten wie meistens schon heute – immerhin ist kleiner Freitag und damit auch Schneckenabend.

Heute Abend werden Ketie und ich ins Studio Kino gehen. Allerdings nicht, um einen Film zu sehen – das Studio hat eine Reihe Akustik-Konzerte gestartet und heute dafür Max Prosa nach Kiel geholt.

maxMax ist einer der ersten aus der Garde der neuen deutschen Singer-Songwriter, die mir vor ca. 4 Jahren bei Youtube untergekommen sind. Und der meine Playlist seitdem niemals verlassen hat. Flügel ist einer der Songs, der mich bei jedem Hören aufs Neue mitnimmt. Momentan ist er rein akustisch unterwegs und auch das steht ihm sehr gut. Es gibt noch Karten an der Abendkasse – also hin da!

Wem heute mehr der Sinn nach etwas Alarm steht, der sollte sich z.B. ins Zwack aufmachen. Tom Toxic und das Tollhaus Trio werden mit ihrem deutschen Rockabilly Sound die Bude ordentlich wackeln lassen. Auf jeden Fall ein Garant für gute Laune und Musik, die nicht nur die Hintern einzelner Ladies sondern alle zum Tanzen bringt.

Würde mich Max Prosa nicht so interessieren, hätte ich sonst heute noch die Qual der Wahl zwischen The Jellyman´s Daughter im Prinz Willy – Musik aus Edinburgh. Das Duo ist gerade auf Europatournee und sind mit Cello und Akustikgitarre unterwegs.

Und so richtig punkig-elektronisch-laut gibt es in der Schaubude auf die Ohren. Guts Pie Earshot spielen dort auf – und der Name ist Programm …

Gejammt wird heute auch – im Blauen Engel heute ohne Motto und in Carls Showpalast mit Singer-Songwriter-Einschlag.

 

Freitag, 20.11.

Puh, auch am Freitag gibt es Konzerte satt. Für mich kommen allerdings nur zwei so richtig in Betracht. Brendan Lewes und Nico Chavez sind im Unrat in der Metzstraße – das bietet sich für mich natürlich besonders an, da ich nur einmal aus der Tür fallen muss und dann dort bin. Und den beiden Jungs kann ich immer wieder zuhören, ohne dass es mir langweilig wird, selbst wenn ich zugeben muss, dass ich jeden allein in diesem Jahr bestimmt schon 5 x gehört habe.

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Daher liebäugele ich auch noch ein wenig mit der Erbse und dem dort stattfindenden Konzert von The Gypsy Heartbeats. Gelesen habe ich  schon einige Male von dieser Band und vor kurzem habe ich auch Sacha, einen der drei Gitarrenvirtuosen, kennengelernt. Ich bin gespannt auf authentischen, virtuosen Gypsy-Jazz in der Tradition Django Reinhardts.

Zu den weiteren Konzerten findet ihr in der Veranstaltungskategorie noch so einiges in aller Ausführlichkeit, auf das ich an dieser Stelle nicht noch einmal eingehe.

 

Samstag, 21.11.

Im Hochbunker geht das offizielle Abschiedskonzert des efant terribel der Kieler Psycho-Surf-Trash Szene- King Punish and the Trashcans“Psychobilly-Surf . Begleitet wird der Abend von den Fastlane Greasers ,Rockabilly aus Kiel sowie Sockes Combo aus Dresden mit Psychobilly a la 80ties. Durch den Abend führt kein geringerer als Gonzo , ein Kieler Szene Original. ……..Der Laden Brennt !!!

In der Räucherei gibt es jede Menge Oldies zum schwoofen. Dabei sind Hildebrandt & Johannsen als Rattles Unplugged und den beiden angesagtesten Kieler Genre-Vertretern Remember und Seven T’s. Zum Rahmenprogramm gehört auch die Verlosung eines ganz besonderen T-Shirts zu Gunsten des „Förderverein für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V.“. Unterzeichner auf diesem Shirt sind u.a. Bill Wyman (ehemaliger Bassist der Rolling Stones), Mary Wilson (war Sängerin bei den Supremes), Francis Rossi und Rick Parfitt von Status Quo, Lou Gramm (ehemaliger Sänger von Foreigner), Joan Armatrading (wurde mehrfach für den Grammy nominiert), Achim Reichel (war mit den Rattles Vorgruppe der Beatles, Stammgast im Star Club Hamburg, größter Solo-Hit Aloha Heya He), John Rossall (Glitter Band / Boston Show Band), Paul Fenton (Drummer bei Christie und T-Rex), die Band Smokie und Alan Parsons (verkaufte 40 Millionen Tonträger).

Und für diejenigen, die sich schon mal auf die volle Besetzung der Line Walkers in der nächsten Woche beim Rockmas in Itzehoe einstimmen wollen – der Lone Rider ist am Samstag im Prinz Willy.

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Partyalarm im Pogue MahoneChilli con Pepper treiben dort ihr Unwesen. Auch wenn Antony Kedis nicht dabei ist, allemal hörenswert. Fand ich schon auf der letzten #kiwo gut.

 

Und Sonntag – da hoffe ich dann mal wieder auf schlechtes Wetter, um den Tag gemütlich beim Pendeln zwischen Couch und Bett und dem Schreiben diverser Artikel verbringen zu können.

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„Bettmensch“ Nico Chavez

Samstag Abend habe ich mich total gefreut, dass ich nach dem Konzert von Finn Cocheroo and the LoFi-few auf der Jungen Bühne noch einen Teil des Konzerts von Nico Chavez – teilweise angereichert um Mitglieder seiner Spaß-Band BroJob – sehen und hören konnte.

Nico ist ja ein junger Kieler Künstler, den ich seit einiger Zeit in seiner Entwicklung beobachte. Am Samstag hat er vor gefülltem Platz vor der Jungen Bühne wohl den bisherigen Höhepunkt seiner Sängerkarriere erreicht – zur besten Spielzeit und vor vielen Menschen seine Songs zu spielen.

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Nach dem Gig haben wir uns noch kurz unterhalten und er war – zu Recht – zufrieden und glücklich mit diesem Abend, der mit der einen oder anderen Zugabe kaum ein Ende finden wollte. Da durfte natürlich sein Lieblingssong „Bettmensch“, ein Olli Schulz Cover nicht fehlen, aber auch sein neuer Song „Und Du tanzt“, der gerade nachmittags erst bei inSound aufgenommen worden war, hatte Premiere.

Ich fand den gemeinsamen Auftritt mit den beiden Bandkollegen von BroJob, Tim und Kevin Voß auch sehr cool – drei singende junge Männer mit wenig Chichi drumrum sondern Konzentration vor allem auf den Gesang, das hat mir irre gut gefallen – und dem Rest des Publikums auch.

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Aber auch allein ist Nico klasse, ich freue mich jedes Mal wieder, wenn ich ihn irgendwo zu sehen bekomme … Daher habe ich ihn auch gefragt, ob er spontan am Freitag auf der kiel FM Bühne ab 20 Uhr spielen möchte, bevor Partners in Crime ab 21 Uhr dann ihren Gig spielen – und er will. Ich freu mich drauf!

 

 

Junge Bühne Special

Auch wenn ich gerade reichlich in Sachen kiel FM Bühne beschäftigt bin, möchte ich Euch doch auch auf das tolle Programm der Jungen Bühne auf der Kieler Woche hinweisen.

Hier erst einmal der Teaser zum Programm: http://youtu.be/pcjzgod7N-Q

 

Ich habe mich mit dem Leiter der Jungen Bühne, Burkhardt Richard zu den Bands und auch dem sonstigen Programm neulich mal zusammengehockt und möchte Euch auf einige besondere Highlights hinweisen.

Soundcheck gegen Rechts

Am Freitag geht es schon mal massiv los – beim Rock gegen Rechts rocken Dog Compound, Karolina Kingdom und Planet Emily.

Hier mal ein Blick auf das, was Euch heute Abend dort erwartet:

 

Weitere Highlights

Slam

Slam Poetry gibt es in diesem Jahr gleich zwei Mal – am Dienstag und Samstag dann die Ü-20 Fraktion. Dabei sind:

Slam Poeten Dienstag

Sebastian Rabsahl – Bochum Tobi Kunze – Hannover Mike McGee – seattle-USA Dani Orviz – Barcelona Mona Harry – HH Lisa Eckhart – Graz Mriri – Wien Andy Strauß – Münster David Friedrich – HH

U20 Slam Poeten 2.Sonntag

Hille Norden, Danny Grimpe, Finnja Krisamer, Hinnerk Köhn und Michel Kühn

Im letzten Jahr war es an keinem Tag so voll an der Jungen Bühne wie an diesem, ich erwarte für dies Jahr Ähnliches. Für dies Jahr haben die Macher der Jungen Bühne sich als Highlight NACH dem Poetry Slam und das Duo Hang Massive gesucht – und gefunden.

 

Musiker

Viele tolle Musiker sind natürlich auch auf der Jungen Bühne unterwegs.

Angefangen vom Gewinner der Ausscheidung des Contests der Jungen Bühne im Frühjahr, Nico Chavez, den ich mit seiner Art und den zunehmend deutschen Texten besonders mag.

Aber auch Elvis dies Tomorrow und Brendan Lewes, die ich auch dazu bewegen konnte, auf der kielFM Bühne zu spielen, sind unbedingt sehenswert. Wenn ihr es am Samstag nicht schafft, könnt ihr Elvis dies Tomorrow am Donnerstag auf der kielFM Bühne sehen.

Mit KellerKaos und Fin the Chaef stehen am SOnntag „alte Bekannte“ auf der Bühne, die es mal so richtig laut werden lassen.

Gespannt bin ich auf Geisterfahrer und Kuult, die ja beide eher poppig unterwegs sind.

Montag Nachmittags könnt ihr Euch bereits Emilie Müller, ein 16-jähriges Sangestalent aus Kiel anschauen, riesige Stimme und sie bringt den Spaß an der Musik auch Richtung Publikum.

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Ganz spannend finde ich am DIenstag  Anyia , die ich letzte Woche am Wehrberg leider verpasst habe, bevor es dann abends mit dem Slam in die Vollen geht.

Mittwoch geht es abends eher punkig-funkig  zur Sache auf der Bühne, LärmbelästigungAin’t the Ones und Paint mischen die Kieler mit laut und tanzbaren Songs auf.

Am Freitag habe ich endlich mal wieder die Gelegenheit, nach ihrem Gig im letzten Jahr,  Mary Jane Killed The Cat zu sehen, die mir damals in Itzehoe in der Lauschbar auch positiv aufgefallen sind, und später des Abends wird dann Pascal Dwars singen, der im letzten Jahr Dritter beim Schleswig-Holstein Hammer war, diesmal aber leider das online-Voting nicht bestanden hat. Ein Wort dazu am Rande – ich verstehe das nicht, denn wenn mal schaut, wer in der Endausscheidung ist – die meisten, die jetzt noch dabei sind, sind gesanglich eher nicht so auf der Höhe wie zum Beispiel Pascal.

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Samstag geht es dann mit den Superfuckern erst mal ein wenig grausig los (Leute, was ihr neulich im Schrevenpark abgeliefert habt, war echt zum Weglaufen) und  Pay Pandora – sehr geiler Scheiß aus Dithmarschen Alternative / Heavy / Rock

 

Rasende Schnecken am Donnerstag

Am Donnerstag fühlte ich mich ein wenig wie Karla Kolumna, die rasende Reporterin, denn sowohl in der Kultourbörse Russee als auch im Zwack war Musik, die ich mir gern anschauen wollte.

Recover

In der Kultourbörse gaben Recover ihr erstes Konzert. Instrumental mit guten Muggern wie Michael Fein besetzt, hatte ich jedoch vor allem mit den Gasttönen des Sängers so meine Schwierigkeiten, aber ich bin da ja auch extrem pingelig.

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Die leicht depressiven Indie/Alternative-Töne des ersten Sets haben mir doch so einige schöne Erinnerungen vergangener Zeiten in Erinnerung gerufen.

Für den ersten Auftritt also Respekt, von der Band erwarte ich mir noch einiges für die Zukunft.

 

Emilie Müller und Friends

Das Zwack hat mir dann an diesem Abend aber doch etwas mehr Spaß gemacht, allein schon, weil sich dort das „Jungvolk“ ein Stelldichein gab. Und natürlich wegen der leckren Cocktails, die qualitativ echt der Hammer sind.

Emilie, erst 16, hat mit einigen Freunden und Familie an diesem Abend einen bunten Strauß von Coversongs und auch einige eigene Songs performt. Ich finde es ganz großartig, dass ein so junges Mädchen mit einer tollen Stimme und Gitarre bewaffnet, es schafft, so einen Abend zu bestreiten. Und dabei von Anfang an ruhig und gelassen auf ihrem Barhocker sitzt und so singt, dass jeder Ton trifft.

Amüsiert habe ich mich vor allem darüber, dass sie genau wie Pascal Dwars neulich im Sterntaucher den Abend mit Ed Sheerans „I see fire“ begonnen hat.

Vor allem die Songs, die sie alleine und gemeinsam mit einer zweiten jungen Sängerin,  Besa Krasniqui,  hatten viel Charme.  Den Support des Vaters von Emilie hätte es gar niht unbedingt gebraucht, die beiden Mädels waren auch so herzerwärmend – und dabei meine ich nicht nur niedlich sondern auch muskalisch gut.

Gefreut habe ich mich über einen inzwischen „alten bekannten“, Nico Chavez, der Emilie auch für ein paar Songs unterstützt hat, um ihr eine Pause zu gönnen. Seine Entwicklung sehe ich mit Freude, denn je mehr er Richtung eigener und deutscher Songs tendiert, desto besser gefällt mir sein Auftreten. Und dabei ist es dann auch egal, ob es Olli Schulz Cover wie Bettmensch oder Wenn es gut ist – oder eigene Songs sind, es hört sich GUT an 🙂

 

 

CD Release Brendan Lewes

Samstag gab es für mich gleich einen Viererpack Konzerte in einem – Branden Lewes hatte zu seiner CD-Release Party nicht nur die CD sondern auch drei weitere Künstler im Gepäck. Das hieß dann vier Stunden Singer-Songwriter auf Deutsch und Englisch – und mit Branden als krönendem Abschluss. Prinzipiell toll, aber gegen Ende CD Release Brendan Lewes weiterlesen