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Band Battle 2017

Traditionen zu schaffen dauert ja meist ein paar Jahre, aber manche Dinge schlagen gleich beim ersten Mal so ein, dass sie unbedingt wiederholt werden müssen.

Solch eine Tradition zu schaffen, dass ist einmal mehr Franzi und Dennis Thormälen und ihrem Team aus engagierten Musikfreaks mit dem Start des Band Battle im Pogue Mahone gelungen.

Nahtlos im Anschluss zur Kieler Woche spielen über die Sommermonate jeden Freitag und Samstag im Pogue Mahone, meinem zweiten Wohnzimmer , Bands im Contest um tolle Preise. Das ist um so wichtiger, seitdem die Kieler Woche ja fast ausschließlich den immer wieder gleichen Coverbands eine Bühne bietet – mal abgesehen von den drei Leuchttürmen frischer Musik – dem Muddi-Markt, der Jungen Bühne und der Showbox in der Pumpe. (Und im nächsten Jahr dann auch wieder der OK-Bühne – JUHUUUU)

Das Battle

Das Line-up spricht eigentlich schon für sich:

Ein bunter Mix aus teils im Kieler Umland bereits bekannten Bands, teilweise allerdings auch echte Newcomer – von Singer-Songwriter bis Metal ist alles dabei. Und für mich ganz persönlich das coolste an der Geschichte, ich gehe dort nicht nur als Besucherin hin sondern auch als eines der Jurymitglieder – und darüber freue ich mich tierisch.

Sehr gelungen finde ich auch die Idee der Bewertung, eben nicht nur das Publikum entscheiden zu lassen, sondern in einer Mischung aus Publikumsbewertung und Jury eine Entscheidung zu treffen. Das ist für mich immer noch die fairste aller Methoden, da dadurch ein gesunder Mix aus bei Fans echt beliebten Bands (aber eben nicht nur denen mit den meisten lokal ansässigen Freunden) und einer davon unabhängigen handverlesenen Jury mit variierendem Musikgeschmack und vorab festgelegten Kriterien.

Fettestes DANKE

Eine Sache wollte ich schon lange mal los werden – ich bin dem Pogue Mahone und seinen Betreibern super dankbar, dass die Kieler Musiker hier einen wöchentlichen Anlaufpunkt fürs Jammen haben, dass hier so konsequent das Konzept Live-Musik verfolgt wird und dass sie Zeit und Ressourcen für so coole Veranstaltungen wie das Band Battle mit ernst zu nehmenden Preisen (2000 Euro für den Sieger, 1000 Euro für den Zweitplatzierten und 500 Euro für den Dritten) raushauen. Das ist einfach super und sucht seinesgleichen.

 

Und nun freue ich mich auf heute Abend, auf „The Inner Tradition“, Irish Folk Songs und natürlich auf Euch, wenn Ihr auch wie üblich den Pub bevölkert und wir dort viel Spass haben.

 

Jam Session im Pogue Mahone

Wart Ihr eigentlich schon mal zu einer Jam-Session? Wenn nein, dann kann ich Euch das nur wärmstens ans Herz legen.

Aber vielleicht erst einmal die Erklärung zur Veranstaltung – eine Jam-Session ist zum jammen, also zum ausprobieren verschiedener Musikerkonstellationen außerhalb eines starren Band-Gefüges da. Es wird also zwanglos rumprobiert, entweder mit improvisierten Songs oder Interpretationen von Klassikern oder sonstigen Perlen der Musik.

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Im Pogue Mahone z.B. findet jeden Mittwoch ab 20.30 Uhr eine Session statt, auf der sich doch meist mehr als ein Dutzend Musiker in wechselnden Konstellationen zusammenfinden, um zu jammen. Die Fäden in der Hand  hat bei der Session meist Björn, der ohne viel Tamtam alle prima unter einen Hut bekommt.

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Das hört sich anhand dieser Beschreibung vielleicht ein wenig dröge an, ist es aber mitnichten. Da wird der Barkeeper hinter dem Tresen vorgezerrt und zum Singen genötigt (aber er kann es auch …), es wird getrommelt, geröhrt, in die Seiten oder Tasten gegriffen, auf Zwischenrufe aus dem „sonstigen“ Publikum reagiert und Songs improvisiert, die gewünscht werden (auch wenn eigentlich keiner der Musiker Lemmontree spielen wollte). Und vor allem wird gelacht, Spaß gehabt, das eine oder andere Bierchen verhaftet und dabei fleißig mitgesungen, selbst wenn es bei Leuten wie mir besser ist, dass sie kein Mikro in die Hand bekommen, das wäre dann doch geschäftsschädigend.

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Sehr cool finde ich, dass, obwohl es einen „harten Muggerkern“ gibt, der jede Woche bei der Session dabei ist, völlig störungsfrei die mitgebrachten Instrumente an andere abgegeben werden. Und es bringt die Session auch nach vorn im Vergleich zu manch anderen Sessionabenden, dass sich hier niemand voranmelden muss oder erst mal eine einzelne Band sich für geraume Zeit allein in den Vordergrund stellt.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal dorthin zu verirren – danach kommt ihr sicherlich von allein wieder … Zum Beispiel nächsten Mittwoch 🙂

 

Barsch aber nicht für´n …

Donnerstag hatten die Kete und ich an unserem Schneckenabend so einiges vorgenommen, erst in den Blauen Engel zur Motto Session Britney Spears vs. Backstreet Boys und dann war für uns das Pogue Mahone noch ein Pflichttermin, da dort der erste Auftritt des etwas anderen Shanty Chors Wolf Barsch stattfand – und zwar in voller Schonerbesatzung. Dabei auch Maschine und Bernie, die die „Eintänzer“ für die Herren des Meeres gaben.

Britney Spears vs. Backstreet Boys

Im brechend vollen Blauen Engel ließ sich ein ziemlich witziger Abend an und ich habe es fast ein wenig bedauert, als wir dann Richtung Pogue aufbrechen musste. Denn schon die ersten Songs, die wir noch so mit bekamen, ließen sich großartig an.

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David von Wirmaschine (hm, darf ich das eigentlich noch so schreiben, jetzt wo sich die Band auflöst? Nicht vergessen übrigens, am 4.12. ist ihr Abschiedskonzert im Studio Kino) hatte eine super Idee und die Interpretationen waren sehr cool.

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Vor allem Seargant Dystopia mit ihrer sehr gelungenen Britney-Interpretation haben mich echt aus den Socken gehauen. Wobei mir ihre dann auch noch präsentierten eigenen Songs sehr gut gefielen. Die Jungs haben auf jeden Fall jede Menge Unterstützung für ihre Teilnahme am SPH-Contest in der Pumpe Im Januar verdient!. Also hin da!

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Und ich habe sie mir auf die Merkliste geschrieben, um die Band mal genauer unter die Lupe zu nehmen …

Wolf Barsch

An diesem Abend ging es im Pogue Mahone reichlich blau zu. Nicht nur, dass das Bier bei all den Seebären und Leichtmatrosen in Strömen floss, auch die Beleuchtung war maritim ausgerichtet.

Der Abend begann mit einem Warm-Up der Leichtmatrosen Maat-Schine und Bernie. Auch diese 2 Mann Kombo war das Kommen schon wert  – und mal ehrlich – allein das Bier und die Schuhe von Maschine wären es gewesen. Aber so … na lest selbst.

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Wolf Barsch in hatte in dieser Zusammensetzung ja ihre Premiere an diesem Abend und sie haben den Saal amüsiert. Nicht nur, weil eine meiner Lieblings-Rampensäue Pjodder (ja mit P, das habe ich gelernt 🙂 ) dabei war und auch in dieser Band ordentlich Alarm schlug, sondern weil nun mal das Herz eines jeder Kieler Mädchens egal welchen Alters für Matrosen schlägt. Wenn sie dann noch singen können, gibt es ja kaum noch ein Halten.

Und wenn sie dann noch den Bogen in einer ganz eigenen Weise zu moderner Musik schlagen, sich die aber dann trotzdem wie frisch vonner Küste anhört, dann geht das Pogue Mahone steil. Und das tat es mal wieder – und zwar gründlich.

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Zu hören waren unter anderem „Der Fischer“ – dieser Song ist dem „Model“ von Kraftwerk nachempfunden-, der „Kap´tän“ klang dann doch wesentlich nordischer als Joleyne und „Kapitän“ hört sich bei Leonard Cohen wie der Jubelgesang Halleluja an.Klassiker wie Irish Rover und Back home in Derry durften an so einem Shantyabend  natürlich auch nicht fehlen. Aber sehr besonders beeindruckend finde ich , dass die Männers das eben nicht dabei belassen sondern sie auch noch ihre eigenen Stücke  „Zwei Menschen und ein Tier, Sirenen und Blauort“ schmetterten.

Was mich ja immer wieder wundert – und mal Chapeau dafür Mädels – die Bedienungen im Pogue schaffen es trotz dieser wahnsinnigen Enge, dass jeder mit ausreichend Bierchen versorgt ist. Der Laden war proppenvoll und es wurde mitgesungen, getanzt, geklatscht – nur Schlüpper wurden zum Leidwesen der Shantysänger leider nicht auf die Bühne geworfen.

Wer mehr Meer sehen will, hier ein Video von Sascha Tietgen  https://www.youtube.com/watch?v=Pz84qxkJifA

Aber wer weiß – vielleicht beim nächsten Mal … Wer die Jungs diesmal verpasst hat oder sie einfach geil fand, am 26. habt ihr erneut die Gelegenheit. Aber ach ne, bleibt mal alle zu Hause, dann hab ich endlich mal Platz zum Fotografieren …

Nicht nur die Sonne lacht … viel los in Kiel!

Habt Ihr die Veranstaltungstipps in den letzten Wochen vermisst? Beschwert hat sich zumindest keiner bei mir – also sind sie vielleicht gar nicht so von Interesse für Euch – oder? (An dieser Stelle hoffe ich natürlich auf lautstarken Protest :-))

Und fleißig teilen, damit auch jeder Bescheid weiß, was geht, wäre cool … so könnt Ihr es auch hinbekommen, dass Eure Freunde vor Ort sind, wo das Leben tobt.

Damit ihr aber nun wieder Bescheid wisst, was in Kiel und Umgebung so läuft, gibt es nun Hinweise auf jede Menge cooler Action an diesem Wochenende – und na klar, gibt es schon heute genug Gründe, das Haus zu verlassen und draußen Spaß zu haben, auch wenn ihr KEINE Sonnenanbeter seid und von Mücken abends nur so zerstochen werdet.

Viel Spaß damit :-*

Donnerstag, 20.08.

4 im Überall reizt mich selbst am meisten. Die Musikalische Lese-Sommer-Reise für Erwachsene im Treibgut (Kieler Kanu Club) lockt mich nicht nur wegen der Location direkt am Wasser sondern auch ob der handelnden Protagonisten. Musikalisch wird Barni Söhnel, der Kopf von Col Frozen die Veranstaltung begleiten, textlich werden Miriam Hensel, Maschine und Katharina Brutscher ihr Bestes geben, uns zu amüsieren.

4 im überall

Im Zwack gibt es Musik wie jeden Donnerstag – „Foxy“ heißt die Band, aber mehr Info kann ich dazu leider nicht liefern.

Im Pogue Mahone spielt heute MacPiet – Irisches, Coversongs und ab und zu auch Dudelsack. Wer zu Musik ein Bierchen nehmen will, der ist hier sicher auch gut aufgehoben.

 

Freitag, 21.08.

Am Freitag ist mein Pflichtprogramm nach dem Barcamp auf jeden Fall die Schaubude.

Geisterfahrer feiern ihre CD Release Party und Nico Chavez supportet sie. Also dürfen wir uns auf einen feinen akustischen Abend mit deutschen Texten im Singer Songwriter Genre freuen.  Ich bin sehr gespannt, die Jungs sind mir bisher noch nicht unter die Ohren gekommen, aber ich verspreche mir viel, da sie auch reichlich unterwegs sind und genau wie Nico am Samstag auch beim Ostsee Resort Festival in Damp spielen …

Im Pogue Mahone neigt sich das Band Battle langsam seinem Ende mit dem Auftritt von Janitor. Ich finde die Idee ja immer noch großartig und bin schon neugierig, wer auf den ersten Plätzen landen wird.

Bereits ab Nachmittags ist am Bootshafensommer Betrieb. Auch hier spielen wieder so einige coole Bands und Einzelsänger. Wer ihn noch nicht kennt, dem möchte ich unbedingt Brendan Lewes ans Herz legen, der ab 16 Uhr auf der Bühne steht. Aber auch Phillip Gomorrha, Lüise und Matchboxstories sind sicher mehr als nur einen Blick (Ton wert).

 

Samstag, 22.08.

Samstag bin ich selbst etwas raus – nach dem zweiten Tag Barcamp, auf das ich mich schon tierisch freue, geht’s für mich Abends zu einer Party mit vielen netten Leutchen, Grillen und draußen das eine oder andere Bierchen trinken.

Aber für Euch spielt die Musik natürlich trotzdem – am Bootshafen unter anderem mit Christian Stechow und dem Tom Toxic Tollhaus Trio.

Im Pogue toben sich beim Band Battle Dialectic Confuse ordentlich aus und danach spielt dort dann Aidan Driscol.

Wer aber so RICHTIG Lust auf viele toller Musiker hat, der sollte sich doch ins Auto, aufs Moped oder ähnliches schwingen und gleich mittags Richtung Damp aufbrechen. Dort findet das Ostsee Resort Festival statt und dabei sind:

Ostsee

 

 

 

Rockabilly unplugged vs. Alarm im Pogue Mahone

Samstag stand für mich ganz im Zeichen des Rockabilly. Nachdem ich am Freitag schon das Konzert von Bonsai Kitten verpasst hatte, wollte ich doch wenigstens so viel davon am Samstag erwischen wie es eben ging. Und davon gab es gleich an zwei Locations die Möglichkeit.

Buzz and the Bassliners im JuMe

Gestartet bin ich im JuMe, dort gab es komplett ohne jeden Verstärker die Jungs von Buzz and the Bassliners zu hören. Denn leider hat das JuMe aktuell Stress mit den „lieben Nachbarn“, also gibt es nur selten und dann völlig Rockabilly unplugged vs. Alarm im Pogue Mahone weiterlesen

Esther Jung im Pogue Mahone

Dass ich Donnerstagabend nun mit weniger Konzert als eigentlich geplant auskommen musste, machte im Nachgang betrachtet eigentlich rein gar nichts … Ich war dann eben „nur“ im Pogue Mahone und habe – wie viele andere auch – den Kneipengig von Esther Jung besucht.

Was aber echt schön war, denn ich war nicht nur mit meiner liebsten Donnerstags-Begleitung Ketie unterwegs, sondern im Laufe des Abends trudelten Esther Jung im Pogue Mahone weiterlesen