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Güterbahnhof rockt mit Mugge und US Cars

Gestern war ein riesig schicker Tag. Morgens bin ich mit meinen Mädels und unserer Süssen nach Timmendorf gefahren und im Sea Life Center dort gewesen (Artikel mit so richtig Hammer-Bildern folgt) und Nachmittags ging es denn noch mal eben zum US CARS & BIKES CLASH am Alten Güterbahnhof.

Da war dann alles versammelt, was Rang und Namen hat – es waren nicht nur geile Karren am Start, auch Mugge gab es da von Mittags bis Nachts auf die Ohren.

Durch Nightlive konnten wir nur ein gutes Stündchen auf dem Platz verbringen, aber ich war schon ganz glücklich, dass mir endlich mal die Stromabnehmer Schultze, von denen ich vorher schon so einiges gelesen hatte, auf die Ohren und vor die Linse kamen.

Wenn Ihr so richtig Bock auf Partymugge habt, die über Mallorca-Tralala deutlich hinausgeht und auch eine gesunde Entfernung zu Schlager hat, dann seid Ihr mit den Eckernförder Jungs echt gut bedient.

Deutsche Texte, Rock ohne in die klassische Deutschrock-Schublade zu passen und einfach echte Typen auf der Bühne, die man abfeiern konnte. So muss das …

 

Und hey, natürlich kommen nun auch die Auto-Fans nicht zu kurz, hier mal eine kleine Auswahl an potenziellen fahrbaren Lieblings-Untersätzen <3

Mein Fazit zu der Veranstaltung: Geiler Scheiß, sowas hat in Kiel echt gefehlt. Ich könnt mich immer noch in den Hintern beißen, dass ich nicht mehr Zeit hatte, um die anderen Bands zu sehen und natürlich auch, um mehr von der coolen Location, den tollen Autos und den Leuten zu sehen, zu quatschen und einfach Spaß zu haben …

 

Metal Attack II

Bisher habe ich mich in Sachen Metal Attack II ja sehr zurückgehalten. Auch wenn seit Wochen schon Werbung auf allen Kanälen dafür läuft – bei Facebook sowieso, aber inzwischen finden sich ja auch in der ganzen Stadt verteilt die wirklich cool gestylten Flyer und Plakate zu dem Event, das am nächsten Samstag, also dem 16.4., im großen Saal der Kieler Pumpe starten wird.

Metal ist ja erst mal klar, aber was wohl den wenigsten klar sein dürfte, ist, dass Alexander „Larry“ Wiese dieses Festival auf die Beine stellt, weil er dem Kieler Metal die Fahne hochhalten will.

Aber hey, was ist das für ein Typ, der sich seit Monaten den Arsch dafür aufreißt, das Festival zu organisieren?

Eigentlich ein ganz normaler Typ, der gern Gitarre spielt, aber auch ansonsten mit Job und Familie genug um die Ohren hat. Nur eins unterscheidet ihn von den meisten – er hatte einen Traum und stiefelt mal eben los und macht ihn sich wahr. Bereits mit dem
„Hear’n Kiel“-Video hat er die Kieler Metalscene ordentlich auf Trab gebracht. Dies wahnsinnige Unterfangen, mit über 50 Kieler Musikern  das „STARS“ – Hear ’n Aid Cover in Memory of Ronnie James Dio auf die Beine zu stellen und damit bei Youtube über 100.000 Klicks einzusammeln, ist eine riesig fette Aktion von ihm gewesen. Das war ihm aber noch nicht genug, er wollte so viele dieser Musiker, einige davon von ihm bereits seit Jugendtagen verehrt, live auf die Bühne und ins  Rampenlicht stellen. Und das machte er dann mal „so eben“ , ebenfalls zu Ehren von Ronnie James Dio, aber gleichermaßen auch auch für Mike Zötl, seines Zeichens Anfang der 90er Jahre DIE große schleswig-holsteinische musikalischen Hoffnung, der aber bei einem tragischen Unfall verstarb.

An wem das Video bislang immer noch vorbei gegangen sein sollte, kann es sich hier ansehen ….  https://www.youtube.com/watch?v=HSlCn0TJdzk

Seinen Träumen will Larry nun mit dem Metal Attack II am nächsten Wochenende die Krone aufsetzen – und ich wünsche ihm von ganzem Herzen, dass die Bude ordentlich voll wird, wenn dort die vier Kieler Bands VERTICAL BLINDS (Melodic Hard Rock), DAS BEBEN (Rock, Punk, Elemental), ADAM IN JAIL (Nu Metal), IVORY TOWER (Modern & Progressive Metal) und ROHBAU (Rock,Metal) aus Hamburg Vollgas geben.

Vollgas hat er selbst schon jede Menge gegeben, um alle Beteiligten an Bord zu holen, Sponsoren zu finden, die organisatorischen Rahmenbedingungen zu klären, und wird das in dieser Woche wohl noch einmal besonders müssen …  Mich fasziniert diese Unermüdlichkeit und ich habe jede Menge Respekt vor den Menschen, die einfach ihren Traum wahr machen.

Ich werde auf jeden Fall dabei sein – und in den nächsten Tagen könnt Ihr bei mir schon das eine oder andere über die Bands lesen, die für uns dann am Samstag auf der Bühne stehen … #rocken!

CD Review: Dr. Love Power & his Orchestra – Pawn Shop Diaries

Das Review zur den Pawn Shop Diaries von Dr. Love Power & his Orchestra hatte ich ja bereits in meinem letzten Artikel angekündigt.

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Auch wenn es  den einen oder anderen ein wenig wurmt, diese CD höre ich aktuell beim Autofahren und auch im Büro immer wieder rauf und runter, weil sie mir extrem gut gefällt. Eine gelungene Mischung aus eigenen Songs, meist aus der Feder von „Dr. Love Power“ Mark Bloemeke und Klassikern des Blues/Rock/Country, die schon von bekannten Größen wie Joe Cocker oder John Foggerty  Interpretiert wurden, frisst sich mitten in den Gehörgang und setzt sich dort fest. Denn es wird langsam und schnell, laut und leise, erotisch und lustig.

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Mir hat mal jemand, den ich extrem schätze, gesagt, dass eine gute CD die ist, auf der man nicht ein bis drei Lieblingssongs hat und immer wieder zu diesen skippt, sondern die, auf der man (fast) alle Songs der CD gern hört.

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Dr. Love Power & his Orchestra ist mit dieser Scheibe genau das gelungen. Aber warum eigentlich Dr. Love Power? Ich habe Mark „Dr. Love Power“ himself danach gefragt und die Erklärung ist definitv für ein breites Grinsen gut – er hat mit Anfang 20 noch der Überzeugung nachgehangen, dass seine sexuelle Heilungskraft der Damenwelt zur Verfügung zu stellen wäre – und der Song von Anne Peebles hat ihn dann zur Namensgebung motiviert.

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Aber nun mal zur genaueren Songbetrachtung:

Schon der erste Song, „Ruler of my Heart“ lässt mich hoffen, dass die Reise Richtung  Blues und Rock geht. Bei „Blues of their own“ wird das nicht nur bestätigt, sondern der Song stupst meine Phantasie solange, bis mein Kopfkino mir dann eine kleine Bar mit enger Tanzfläche und heißen Blicken zeigt. Das liegt allerdings nicht am Song selbst, obwohl auch der durch seinen Rhythmus sein Übriges dazu tut, sondern auch an der Stimme von „Doc“ Bloemeke, die von seinen beiden Mit-Musikern David Hinze (Bass) und Levin Dunkerbeck (Drums) getragen wird. Rau, kraftvoll, etwas erdig und von einem bewegten Leben erzählend.

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„Bright and sunny day“ und „Bootleg” ziehen dann im Tempo wieder etwas an und statt herumzuträumen ist massives Füßewippen angesagt – mehr ist ja nicht drin, wenn man sich wahrhaft südstaatenmäßig benehmen will. Es sei denn, man ist 7 und hat Ringellöckchen *grins*. Dann wäre eventuell sogar tanzen möglich.

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Insane, einer der eigenen Songs von Bloemeke,  bildet dann den Abschluss dieses Dreiergespanns mit deutlichen Southern Rock Einschlägen.  Bisher hat mir die CD ja schon gut gefallen, aber nun geht’s noch mal steil aufwärts.

„Jealous Kind“, das bereits von Joe Cocker gesungen wurde, gefällt mir in dieser Fassung wesentlich besser, da man beim Hören von jeder Menge Gefühl und Stimme eingewickelt wird. Und sich der Song so sehr persönlich anhört. Dass das so funktioniert, liegt sicher nicht zuletzt an der sehr liebevollen, individuellen Produktion durch Last Rebel Records. Danke auch für die Bilder vom “Making off” an den Produzenten Dirk Bertram.

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Wenn Dr. Love Power & his Orchestra dann davon singen, dass „The thrill is gone“  ist, bin ich noch lange nicht so weit, dass ich gehen möchte. Stattdessen bekomme ich „Too much of nothing“ – wiederum ein eigener Song. Mit Inhalt, der eigenes Erleben nicht so recht ausschließt …

Das eigentlich als reinrassiger Countysong angelegte „Two more bottles of wine“, unter anderem von Emmylou Harris gesungen, wird hier sehr verbluest und schenkt einem dadurch ein ganz anderes Grundgefühl beim Hören – ich sitze in Gedanken prompt wieder in der Bar von vorhin und bin ein wenig deprimiert . Aus der reißt mich „Icecreama“ mit seinen Raggae-Einschlägen im Blues dann allerdings schnell wieder heraus.

 

So langsam steigert sich die CD dann Richtung Höhepunkt. „Pink Shot“ ist sicherlich sehr bedacht an dieser Stelle der CD platziert und ist mein Favorit, wenn ich dann einen benennen müsste. Sehr provokant und … äh … geil. Warum? Na macht mal die Augen zu, hört den Song und lasst Bilder fließen. Wenn sich Eure Phantasie mit meiner annähernd deckt, habt ihr interessantes Kopfkino. Aber besser nicht beim Autofahren …

„Why get up“ entlässt mich dann wieder deutlich – hm – sachlicher in die Welt hinaus. Der Song ist wohl auch als Rausschmeißer für die CD gedacht und funktioniert auch genau so. Man kommt dann von dem kleinen Südstaatensalon im Hamburger Stadtgebiet wieder zurück auf die staubige Straße …

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Mein Fazit – wenn ich die Scheibe nicht schon hätte, würde ich sie kaufen. Und das als CD und nicht „nur“ als Download, denn auch die Aufmachung ist wie überhaupt die gesamte Produktion vom Sound her gefällt mir – und das nicht nur ein bißchen.

ZZ Top – Das Konzert

So, da war ich also nach meiner Odyssee endlich auf dem Open-Air-Gelände angekommen und hatte ja auch zackig das erste Bier verhaftet.

Da begann dann auch schon die Ben Miller Band, Southern Rock vom Feinsten zu spielen. Die Mischung aus Bluegrass, Delta Blues und indianischen Einschlägen bereitete uns bestens auf das vor, was dann kommen sollte:

Die alten Männer aus Texas mit Bart – ZZ Top.  Wobei sie gleich am Anfang ihre Späße damit trieben, das Publikum darauf hinzuweisen, dass man eben nicht „deep in the heart of Texas“ sei sondern in Deutschland. Herrlich, dieser Slang.

Und dann prasselte neben der optischen Highlights wie den Fellgitarren ein Highlight nach dem anderen aus inzwischen 45 Jahren Musikgeschichte auf uns hernieder. Und natürlich die Songs aus dem neuen Album „Futura“, nach dem auch die Tour benannt ist.

Faszinierend für mich – und dermaßen selten im Musikgeschäft, dass in all der Zeit den drei Männern mit Bart zwei Gitarren und ein Schlagzeug ausreichten, um ihren Weltruhm zu begründen.  Und das immer noch in der Originalbesetzung mit Billy Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard.

Bereits ab dem ersten Gitarrenanschlag hört man die Kraft, die nur echte Mugger mit dem Blues und Rock´n Roll  im Blut in sich tragen. Und damit haben sie das ausverkaufte Open Air Stadion auch gleich komplett im Sack. Mir gefällt besonders, dass man ihnen auch nach dieser langen Zeit als einzigartige drei Mann Kapelle  immer noch die Spielfreude  am Rock´n Roll  an.

Gespielt wird zu unserer positiven Überraschung nicht die vorher im Netz gelesenen 70 sondern über 90 Minuten. Für Interessierte hier die Setlist:

  1. Got Me Under Pressure
  2. Waitin‘ for the Bus
  3. Jesus Just Left Chicago
  4. Gimme All Your Lovin‘
  5. I’m Bad, I’m Nationwide
  6. Pincushion
  7. I Gotsta Get Paid
  8. Flyin‘ High
  9. Foxy Lady
    (The Jimi Hendrix Experience cover)
  10. Catfish Blues
    (Muddy Waters cover)
  11. Cheap Sunglasses
  12. My Head’s in Mississippi
  13. Chartreuse
  14. Sharp Dressed Man
  15. Legs
  16. Tube Snake Boogie
  17. La Grange / Sloppy Drunk Jam
  18. Tush

Und der Sound ist genau so wie er sein soll – einfach fett und dreckig … ich liebe es!

Ein besonderes Dankeschön noch an den netten Menschen, der mich ganz nach vorn vor die Bühne gelassen hat, damit ich zumindest mit dem Handy noch einige halbwegs brauchbare Bilder machen konnte trotz der Kameramisere ….

MHOWL zu, hier rockts …

imageHeute gibt’s zur Abwechslung mal wieder was auf die Ohren.

Dass ich ein Faible für gute Mugge im Bereich Rock und Blues aber auch Gothik  habe, ist Dir ja auch bei meinen Konzert- und Veranstaltungstipps nicht  verborgen geblieben.

Es gibt eine Band, von der ich bisher jedes Live-Konzert gesehen habe und bei der ich zum Einspiel-Termin ihrer ersten CD eingeladen war, um Fotos zu machen. Nun ist die Scheibe frisch aus der Presse – und ich habe sie schon rauf und runter gehört.

Die kratzige, aber doch gefühlvolle Stimme des Sängers begeistert mich bei jedem Hören wieder aufs Neue.

Deutsche Texte, harte Riffs und ein Sound, der dir direkt in den Magen fährt – so muss gute Musik für mich sein.

 

Die Jungs bezeichnen das, was sie machen, selbst als „auf die Fresse Rock´n Roll – und genau das ist es auch. Was sie dabei allerdings vergessen ist, dass die Texte nicht nur auf die Ohren sondern der eine oder andere auch mal eher sanft daherkommt und damit mitten ins Herz trifft.

Die Reise, auf die #MHOWL  den geneigten Zuhörer mitnimmt, findet häufig im Zug statt (zwischen Itzehoe und Hamburg, Anm. der Redaktion) oder endet in einer der Kneipen Itzehoes im Morgengrauen. Beim Zuhören bekommt man ein Gefühl dafür, wie das Leben außerhalb des Wolkenkukucksheims aussieht und wie  man trotzdem Spaß daran haben kann – und welche Gefühle sich auch in vermeintlich harten Kerlen hinter der rauhen Schale verbergen.

Auch nach dem x. Hören kann ich mich nicht wirklich entscheiden, welcher Song der Beste ist und welcher nun DER #MHOWL Song ist. Der Titelsong Leben, Aufs Maul, Die *** Fee, 400 Träume oder oder oder …

Am Besten, DU hörst es Dir an und entscheidest selbst.

 

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www.soundcloud.com/mhowl

Natürlich gibt’s die Songs auch auf itunes oder Spotify. Aber so eine „richtige“ CD ist doch irgendwie cooler ….