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Wochenende 3/2018 und das Jahr rennt ….

Und *ZACK* schon wieder Wochenende. Das Jahr 2018 hat bisher mit so viel Schwung begonnen, dass ich jede Woche wieder erstaunt bin, wie schnell sie vergangen ist.

Das hindert mich allerdings nicht, mir um meine – und Eure – Wochenendplanung ein paar Gedanken zu machen, denn das Jahr soll ja mit tollen Erfahrungen und Erlebnissen gefüllt werden. Und kaum etwas eignet sich dazu besser als ein tolles Konzert – außer vielleicht gleich zwei oder drei davon.

Freitag, 19.01.

Heute Abend zieht es mich persönlich nach Hamburg. Dort spielt Colter Wall im Docks. Wer den Knaben schon mal gehört hat, weiß, dass er eine Stimme hat, die einem während der ersten drei Töne eine Gänsehaut verpasst, die nicht aufhört, bis er sich ausgesungen hat. Spontan geht da leider nichts mehr, das Konzert ist komplett ausverkauft.

Für die Daheim-Gebliebenen gibt es aber auch in Kiel und Umgebung so einiges zu hören.

Savoy Bordesholm

Meine Lieblingsmatrosen von Wolf Barsch spielen heute im Savoy in Bordesholm. Das wird auf jeden Fall eine klasse Party, denn die Seebären verpacken Shanties in modernen Rock und lassen Songs wie Tainted Love wie ein Seemannslied klingen. Immer wieder toll, ich hab sie schon oft gesehen und bin jedes Mal aufs Neue begeistert.

 

Prinz Willy

Wer Bock auf ruhig und sinnig hat, ist im Prinz Willy mit dem Gig von The black Elephant Band gut beraten- der eine oder andere Song hat deutlich irische Einschläge und macht Spaß. Irgendwo zwischen Bluespunk und anti-angryfolk klassifiziert, hört sich die Band mit dem Nürnberger Sänger Jan Bratenstein genau so an, dass es Spaß macht, die ersten Biere des Wochenendes zu verhaften.

 

Schaubude

In der Schaubude wird es heute mit Indie-Rock-Pop-Folk nicht ganz so laut wie am letzten WE, aber Loveboat Explosion wird euch auch so einheizen. Dazu Magnifused, die erh funkig-soulig unterwegs sind, so dass man auch mit der zweiten Band eher beschwingt ins Wochenende gleitet als mit lautem Donnerhall.

Das ist auch der Gig, der mich hin Kiel heute am meisten gereizt hätte, da der Sound von Jamiroquai und Prince mir schon viel Vergnügen bereitet.

Hansa 48

Gemütlich hat man es heute im Hansa 48 bei 3The Dogs. Da wäre ich doch sehr gespannt, wie man Songs bekannter Künstler so spielt, dass man dabei keine Coverband ist. Motivator für mich wäre hier die Instrumentierung das Spannendste an der Geschichte, ich liebe Mandoline und Geige, dazu noch Ukulele und Akkordeon, das macht bestimmt Spaß.

Alte Meierei

Und wer es den laut möchte heute Abend, in der Alten Meierei wird es mit Black und Sludge wohl genug davon geben. Dabei sind Celeste, No Sun Rises und Opaque.

 

Mehr dann morgen, ich muss vor dem Wochenennde nun noch mal eine Runde Vollgas geben. Drückt mir die Daumen, dass der Zug nach Hamburg nachher fährt!

Von Glasbläsern und Wintermusikern

Neue Woche, neues Glück. Natürlich gibt es auch diese Woche wieder einiges an Musik, mit der ihr Euch das Wochenende versüßen könnt.

Von abgefahren bis Singer Songwriter, von Punk bis Black Metal ist alles dabei. Nicht ganz so prall wie in der letzten Woche, sollte aber jeder fündig werden und zumindest einmal am Wochenende die Nase vor die Tür und die Ohren voll Musik zu nehmen.

Freitag, 12.01.

Savoy

Heute geht es gleich ein wenig schräg los. Das Savoy Bordesholm lässt GlasBlasSing auf die Bühne.

Die vier Berliner Mugger upcyclen Flaschen und versprechen mit ihrem Flaschmob spannende Klangerlebnisse. Macht mich total neugierig, denn es sollen eine Flaschengitarre, Yylophon, Orgel und Toms aus upgecycleten Flaschen am Start sein.

Medusa

Im Medusa ist ab 19 Uhr Jam Session. Meine einzige Erfahrung mit der Session dort war recht abgefahren, ein Bassist und diverse Trommel-Jünger zu seinen Füßen, aber ich habe danach auch schon von einige Musikern gehört, dass sie dort viel Spass hatten. (Liegt vielleicht an der dauergrünen Luft dort ;))

Schaubude

Die Ohren durchgespült werden wie meist in der Schaubude. Hardore und Punk mit Makina und Vandalism.

Erstere kommen aus Kiel und Instanbul und hauen uns türkischsprachigen Punkrock mit Istanbuler Schmerz mixed mit dem rauen Sound der Förde um die Ohren. Die Texte aktuell auf die politische Lage fokussiert, strecken seit den Protesten im Gezipark den Politikern ihre verbalen Mittelfinger gegen Intoleranz und Demagogie mitten ins Gesicht.

Irgendwo zwischen Propagandhi und Raised Fist fühlen Vandalism sich beheimatet. Hardcore-Punk, der ordentlich nach vorne geht.

Prinz Willy

Ein deutlich ruhigeres Alternativprogramm bietet das Prinz Willy. Christian Falk ist mit seiner dritten EP „Mauern“ unterwegs. Kurz zusammengefasst, ein Mix aus Rock und deutschsprachigem Singer-Songwriter. Mit ein wenig Weltschmerz, Utopie um Freiheit kreisend, erzählt er untermalt von Cello und Schlagzeug aus seinem Leben.

Leuchtturm Bülk

Eine etwas seltener bespielte Location, die Gaststätte am Leuchtturm Bülk biete heute Robert Carl Blank eine Bühne. Mehr oder minder eingängiger Pop, professionell von einem Musiker, der seit Jahren durch die Lande zieht um seinem Traum zu folgen, präsentiert. Für diejenigen unter Euch, die einen einfach entspannten Abend in nettem Ambiente verbringen wollen.

Studio Filmtheater

Vermutlich gehe ich bei dem Angebot heute Abend endlich mal ins Kino, um den letzten Star Wars Film zu sehen und mir schon mal eine Karte für den Anne Clark Film am 25.01. im Studio zu sichern.

 

 

Samstag, 13.01.

Prinz Willy

Im Prinz Willy spielt Ben Lorenzen, eine Mischung aus gebürtigem Norweger und in den USA Amerikaner,Er liefert passend zur Jahreszeit „Wintermusik“, sehr dunkel und immer einen Hauch sentimental bis depressiv.

Seine stärksten Impulse hat er von Künstlern wie Nick Cave, Bob Dylan, Johnny Cash und Chris Cornell erhalten, das klingt auch deutlich durch. Sehr vielversprechend in meinen Augen – meine Ohren werden es mir morgen sagen, ich glaube, da muss ich als erklärter Cash und Cave Fan unbedingt hin.

.In seine neueste Scheibe, “Pains & Pleasures of Intimancy”, habe ich schon mal reingehört und mit Kopfhörern in den Ohren gibt sie spontane Gänsehaut.

Räucherei

Es sei denn, ich lande in der Räucherei, wo sich der Lord die Ehre gibt. Welcher? Na der mit den Fingern von Finger von Jimi Hendrix, den Eiern von Lemmy Kilmister und den Hüften eines jungen James Brown!

Lord Bishop Rocks kombinieren Funk, Rock, Blues, Punk und einen Hauch von Reggae zu einem emotionsgeladenen Mix der tief getränkt in schwarzen Voodoo alle verhext.

Schnorrys Taverne

Locationmässig ein Exot, bietet auch Schnoorys Taverne Livemugge mit den Paranotes (Green Day Cover) von 20 – 22 Uhr

Alte Meierei

Und wer Bock auf wehende Haare und durchgespülte Ohren hat am Samstag, da ist die Alte Meierei die passende Adresse, Telos und Demersal spielen dort black metal

Und sonst so?

Habt Spaß mit der einen oder anderen Veranstaltung und ruht Euch dann am Sonntag aus, netflixen und couchen sind ja auch nicht zu verachten. Oder ihr lest mal in meinen älteren Blogartikeln bei den CD Reviews …

 

 

Im Doppelpack noch besser – Paul Craig und John Allen

Am letzten Donnerstag gaben sich gleich zwei stimmgewaltige Singer-Songwriter in der Kieler Schaubude die Ehre.

Mit Paul Craig als Sideman seiner Tour hat John Allen sicher keine schlechte Wahl getroffen. Der Engländer aus London bezaubert nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seiner leicht tapsigen und amüsanten Art und man ist fast ein wenig traurig, als er nach einer knappen Dreiviertelstunde den Staffelstab an den Hauptamt des Abends, John Allen, übergibt.

Dieser ist solo ohne Band unterwegs und testet neben Songs, mit der er bereits bei seinem letzten Gig in der Schaubude reichlich Freunde gefunden hat, die Songs seines demnächst auf den Markt kommenden Albums.

Und was soll ich sagen? Der Auftritt rollt und die Songs gefallen mir einer wie der andere. Wobei auch hier die Zwischenmoderationen und das lebhafte Geflachse mit dem Publikum so richtig herrlich ist. Schon das gibt einem bei diesem Konzert ein gutes Gefühl aber auch Songs wie „The rain won´t change a thing“, in denen der Wahlhamburger seine Vergangenheit verpackt, verdammte erste Liebe und so …, fließen. Auch das Weiterspinnen des Tom Petty Klassikers Mary Jane´s last Dance „Ghoasts“ berührt.

Alles in allem mal wieder einer der Abende, an denen man nach der vierten Zugabe, während derer John und bei einem der Songs Paul noch dazu sich ins Publikum stellen und stimmgewaltig ohne Mikro die Bude zum Beben bringen, glücklich und voller Musik nach Hause geht.

 

VT

Und hier müsst Ihr hin …

Diese Woche lassen wir es mal ein wenig langsamer angehen.

Donnerstag, 21.01.16

Heute gibt es zwar eigentlich ein Must-hear in der Schaubude, die Luxemburger Band Mutinity on the Bounty und Golgi Complex ist als Support dabei, da ich aber heute den ersten Tag wieder von meiner gefährlichen Männergrippe (angesteckt by Schatzi …) halbwegs genesen bin, bleibe ich nach der Arbeit lieber daheim.

Soweit ihr den Kopf allerdings nicht noch unter dem Arm tragt, solltet Ihr Euch diese beiden geilen Bands nicht entgehen lassen. Golgi Complex ist ja eine der Kieler Prog Metal Gespanne, die ihre Kreise schon relativ weit ziehen konnten und die Luxemburger Mutinity on the Bounty sind seit über 10 Jahren eine bekannte Größe in Sachen Math Rock – also Rock mit elektronischen, comuterisierten Einsprenkeln. Sehr spannend.

 

Freitag, 22.01.16

In der Schaubude wird mit dem Konzert der Stereo Romeos in Sachen Punk das einzige Konzert dieser geilen Band in 2016 stattfinden. Davor Rescue Neverland aus Kiel – schnörkellos, klassisch (klassisch Punk alter Schule natürlich J) mit einem Hauch Hardcore,

Mich selbst zieht es allerdings in die Pumpe – dort geben sich die DONOTS die Ehre. Diese großartige deutsche Band, die in der Vergangenheit auch schon mit vielen Rock- und Punkgrößen – selbst in Amerika – auf Tour waren, haben mehr als 20 Jahre nach Ihrer Gründung immer noch genug Feuer unterm Hintern, um uns nicht nur gründlich einzuheizen, sondern sich seit 2014 auch neu zu erfinden und seitdem deutsch zu singen. Was geblieben ist, das ist der fett-punkige Sound, der trotzdem für mich in die Kategorie „Arschwackelmusik“ fällt, weil einen der Rhythmus jedes Mal wieder mitnimmt.

Dabei sind Kosmokovski – Psychatriepop nennt sich ihr Style. Neugierde kommt da auf, zumal die Beschreibungen dieser Band sich so schräg anhören, dass sie nur megageil oder total ätzend sein kann. Ihr werdet es lesen …

 

Samstag, 23.01.

In der Pumpe ist der SPH Band Contest, zu dem ich garantiert gehen würde, wenn MHOWL nicht einen Auftritt in Brunsbüttel in Gittas Erlebnisgastronomie (who the fuck hat sich DEN Namen bloß ausgedacht) hätte. Allein schon, um eine der Bands, die ich neulich zufällig bei der Session im Blauen Engel gesehen hatte. Sergeant Dystopia hat mich da schon ziemlich angemacht, also ansehen!

In der Erbse gibt es Ashbone acoustic und in Ascheberg spielt Tobias Regner. Bei wem es da klingelt – das war einer der wenigen wirklich tollen Gewinner einer Castingshow, der bis heute noch in Sachen Musik unterwegs ist und an dem Dieter Bohlen keinen nachhaltigen Schaden angerichtet hat.

Und nun raus mit Euch und habt viel Spaß bei so viel geiler Musik ….

Drei – zwei – eins – Jubel!

Letzten Freitag zum Geburtstag des King of Rock´n Roll – Elvis natürlich – hat die Kieler Fangemeinde des gepflegten Rockabilly einmal mehr bewiesen, dass sie nicht nur feiern sondern stilecht eskalieren kann.

Das passiert natürlich nicht einfach so, sondern muss gründlich angefacht werden. Genau dafür standen zwei der Kieler Rockabilly Konstanten auf der Bühne, das Tom Toxic Tollhaus Trio und The Coastguards.

Tom Toxic Tollhaus Trio

Das besondere am Tom Toxic Tollhaus Trio ist, dass hier Rockabilly auf Deutsch geboten wird. Und das gefällt mir von Mal zu Mal besser. Tom, der die meisten Texte selbst schreibt, war an diesem Abend eigentlich völlig erkältet, aber nach dem ersten Song „zum Eingewöhnen“ hat er eine Riesen-Show abgeliefert.

Songs wie Ich trage schwarz, Teddy Bär und Meine Lücke machen einfach Spaß – und natürlich machen die deutschen Texte das Verständnis besonders leicht.

 

The CoastGuards

Nachdem die zweiten Lokalmatadoren, die CoastGuards auf die Bühne kamen, ging es dann so richtig los, Rampensau Gunnar Gas Heinze machte seinem Namen einmal mehr alle Ehre und gab mit seinen Jungs so richtig Vollgas.

Und das Publikum in der brechend vollen Schaubude machte mit und eskalierte, tanzte und sang mit. Und feierte jeden einzelnen Song am Ende mit „Drei, zwei, eins – Jubel!

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Die Faszination Rockabilly kann ich mir bis heute eigentlich immer noch nicht so ganz erklären. Der schlagende Kontrabass, die coolen Rhythmen und die geilen Klamotten tragen sicher so einiges dazu bei 🙂

Auf jeden Fall hat sie mich gepackt und ich feiere jeden einzelnen dieser Auftritte ebenfalls mit riesigem Spaß ab. Und das solltet Ihr auch!

 

 

Smokestack Lightnin rocken und rollen durch Kiel

Donnerstagabend, Schneckenzeit – diesmal in der Schaubude mit einem geilen Konzert der Kieler Supportband The Ford Broncos und den wundervollen Smokestack Lightnin aus Nürnberg.

The Ford Broncos

Partystimmung kam schon beim Gig der Ford Broncos auf. DIe Band um Sänger Polo geht aber auch so richtig schön nach vorn. Es macht reichlich Spaß, wenn die Jungs in ihrem typischen Sound daher kommen und sowohl „gestandene“ Songs zu ihren eigenen machen als auch den einen oder anderen eigenen Song schörkellos cool daher rotzen.

Von We made it über Satan bis Hopelessly, um nur einige der Songs auch mal beim Namen zu nennen, wurden die Kieler Jungs ordentlich abgefeiert und brachten alle reichlich in Partystimmung. Das ist Musik nach meinem Geschmack, mehr davon!

Smokestack Lightnin

Nach kurzer Umbaupause kamen dann die vier Herren aus dem tiefen Süden der Republik, die aber seit etlichen Jahren gern gesehene Gäste hier im Norden sind.  Mit Kristina und Michael hatte ich zwei kundige Fans an meiner Seite, die mir so einiges über diese wundervolle Band erzählen konnten.

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Ihr letzter Besuch im Norden war während der gemeinsamen Tour mit Bela B., dessen Album BYE sie entscheidend mit geprägt haben – Country, Western, 60er Vintage Rock´n Roll vom Feinsten, also genau das, was Bela B. sofort angetriggert hatte, als er einen Song von Smokestack Lightnin´im Radio gehört hatte und sofort wusste, dass er daraus mehr machen musste.

Das Konzert

Schon der erste Song, Everglades vom Album Stolen Friends, brachte die prall gefüllte Schaubude ins Rollen.  The Roadmaster  vom Album Roadmasters macht so richtig Laune und ich muss dann doch die Kamera wegstellen, weil es dich damit einfach zu schlecht tanzen lässt. Und das MUSS man einfach bei diesem großartigen Sound. Und das bis über den letzten Song Soulbeat hinaus, dem dann prompt diverse Zugaben folgten, da das Publikum die Jungs einfach nicht von der Bühne ließ.